GEW Rheinland-Pfalz
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GEW zum Demokratietag Rheinland-Pfalz

28.10.2021

Für Mitbestimmung und Partizipation, für Gerechtigkeit, für Toleranz und gegen Hass

Die GEW Rheinland-Pfalz zum 16. landesweiten Demokratie-Tag

Der 16. Demokratie-Tag Rheinland-Pfalz findet am Donnerstag, den 28.10.2021 statt. Die GEW möchte auf diesen Tag, aber auch auf die engagierten Veranstalter*innen und die zahlreichen Unterstützer*innen in Form verschiedener Vereine, Verbände oder Stiftungen aufmerksam machen.

Rechtsextremistische und antisemitisch motivierte Gewalttaten nehmen laut den aktuellen Zahlen des Verfassungsschutzes zu. Nachdem bereits in den letzten Jahren Fake News in den sozialen Medien ein immer häufiger auftretendes Phänomen darstellten, wurde auch in diesem Bereich während der Corona-Pandemie ein weiterer Anstieg verzeichnet. Durch die AfD oder die „Querdenker-Bewegung“ hat verschwörungstheoretisches bis rechtsextremes Gedankengut Einzug in die Mitte der Gesellschaft erhal­ten. Der Zusammenhalt in der Gesellschaft bröckelt und immer häufiger fehlt es an konstruktiven Debatten, die trotz unterschiedlicher Meinungen mit gegenseitigem Respekt geführt werden. Damit demokratische Haltungen gestärkt und demokratiefeindliches Gedankengut möglichst verhindert werden kann, müssen die politischen Verantwortungsträger*innen einen wirksamen Umgang mit den Spaltungs­tendenzen und dem Hass finden. Dies ist aber auch eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.

Angesichts des Demokratietages stellt Klaus-Peter-Hammer, Vorsitzender der GEW Rheinland-Pfalz, fest: „Um den Zusammenhalt in der Gesellschaft zu stärken, braucht es gerade in Zeiten der Corona-Pandemie ein Bewusstsein für Demokratie, für Toleranz und für konstruktive Auseinandersetzung.“ Um diese Ziele erreichen zu können, bedürfe es weiterer Bemühungen im Bildungsbereich. „Demokratiebildung muss ein Querschnittsthema in allen Bildungseinrichtungen, von der KiTa bis zur Erwachsenenbildungsstätte, sowie jeglichem Unterricht sein und sollte nicht nur den gesellschaftswissenschaftlichen Fächern vorbehalten sein.“

Denn letztendlich sei klar: Um die eigene Meinung vertreten zu können und am politischen sowie gesell­schaftlichen Diskurs konstruktiv partizipieren zu können, bedürfe es der Förderung. Dabei spiele der Pro­zess, wie eine solche Meinung gebildet, aber auch artikuliert werden könne, eine wichtige Rolle. Es brau­che darüber hinaus Verständnis für die komplexen Zusammenhänge unseres politischen Systems und ein Gefühl dafür, welche Informationsquellen als zuverlässig angesehen werden können. All dies sei letztend­lich wichtig, um das gemeinsame Ziel, in einer demokratischen Gesellschaft zusammenleben zu können, die sich nicht durch Hass und Intoleranz spaltet, auch erreichen zu können.

Auch dieses Jahr unterstützt die GEW den hybrid durchgeführten Demokratie-Tag und wird darüber hinaus erneut mit einem virtuellen Ausstellungsstand vor Ort sein. „Wir freuen uns auf reichhaltige Impulse und Eindrücke“, so Hammer abschließend.

 

Mainz, 28.10.2021