GEW Rheinland-Pfalz
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Tarifrunde Länder 2017 - Beschäftigte aller Schularten wollen gemeinsam kämpfen!

Mehr als 50 GEW-Mitglieder aus den schulischen Bezirks- und Hauptpersonalräten haben auf einer tarifpolitischen Konferenz der GEW beraten, mit welchen Forderungen und welchen Strategien die GEW die Tarifrunder der Länder 2017 bestreiten will.

07.09.2016 - Peter Blase-Geiger

Daniel Merbitz, Tarifexperte aus dem GEW-Landesverband Sachsen-Anhalt (Foto), sowie die Referentinnen des GEW-Hauptvorstandes aus dem Arbeitsbereich Tarif- und Beamtenpolitik, Katharina Bockelmann, Dagmar Roselieb und Gesa Bruno-Latocha haben die Tagung, die am 05. und 06. September im Schloß Waldthausen in Budenheim bei Mainz stattgefunden hat, tatkräftig unterstützt.

Zwei Tage lang befassten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sehr facettenreich mit dem Tarifvertrag der Länder und damit verbunden mit der Anfang 2017 bevorstehenden Tarifrunde. Neben der allgemeinen tariflichen Lohnsteigerung wird es in den Verhandlungen auch um die Weiterentwicklung der Entgeltordnung für Lehrkräfte gehen. In der vergangenen Tarifrunde hatte der Deutsche Beamtenbund (dbb beamtenbund und tarifunion) ohne Not sehr schnell einem Abschluss zu einer Entgeltordnung zugestimmt. Die GEW bewertete diesen Abschluss als absolut unzureichend und verweigerte die Unterschrift.

Es wurde lebhaft diskutiert, welche Forderungen für die bevorstehende Tarifrunde von besonderer Bedeutung sind und überlegt, unter welchen Umständen die GEW eine weiterentwickelte Entgeltordnung mittragen kann. Auch die Frage der Durchsetzungsfähigkeit der Gewerkschaften wurde gestellt und die Möglichkeiten und Grenzen eines Arbeitskampfes beleuchtet. Denn, da waren sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einig: Verschenken wird die Arbeitgeberseite (TdL – Tarifgemeinschaft der Länder) nichts.

Klaus-Peter Hammer, Vorsitzender der GEW Rheinland-Pfalz, zog am Ende ein positives Resümee, bedankte sich bei den Organisatorinnen bzw. Organisatoren der hervorragenden Tagung vom Vorstandsbereich Tarif- und Beamtenpolitik, namentlich Christiane Grenda, Alexander Witt, Christian Diehl und Christian Gerteis sowie der stellvertretenden Vorsitzenden Sylvia Sund. Hammer rief zugleich alle betroffenen GEW-Mitglieder auf, sich in der kommenden Tarifrunde zu engagieren.  

Zitate aus der Teilnehmerschaft:

„Es wird Zeit, dass Beschäftigte an Grundschulen nicht mehr als Lehrkräfte zweiter Klasse bezahlt werden.“ Christiane Grenda (Vorsitzende des Hauptpersonalrats Grundschulen)  

„Wir müssen weg vom Prinzip Kleine Kinder-Kleines Geld/Große Kinder-großes Geld“ Klaus-Peter Hammer (GEW-Vorsitzender, Hauptpersonalrat Grundschulen)  

„Unser langfristiges Ziel? Natürlich E 13 für alle.“ Christian Gerteis (Bezirkspersonalrat Grundschulen)

„Natürlich brauchen wir auch eine ordentliche allgemeine Lohnsteigerung.“ Christian Diehl (Bezirkspersonalrat Realschulen plus)

„Beschäftigte aller Schularten werden gemeinsam für Verbesserungen kämpfen. Das ist die Stärke meiner Gewerkschaft GEW.“ Frank Fremgen (Vorsitzender des Bezirkspersonalrats Realschulen plus)

„Die Eingruppierung von pädagogischen Fachkräften muss mit ganz vorn auf der Tagesordnung stehen. Ohne sie ist der Alltag an vielen schulen schlicht nicht mehr zu bewältigen.“ Sylvia Sund (stellvertretende GEW-Vorsitzende, Vorsitzende des Hauptpersonalrats Förderschulen)