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Tarifrunde der Länder: Warnstreik von Beschäftigten der Uni Mainz !

Um ihren Forderungen im Rahmen der Tarifrunde mit den Ländern Nachdruck zu verleihen, riefen die Gewerkschaften ver.di und GEW Beschäftigte der Uni Mainz am Dienstag, den 24. Januar zu einem zweistündigen Warnstreik auf.

25.01.2017

„Arbeitgeber und Gewerkschaften haben in der ersten Verhandlunsgrunde zwar ihre Bereitschaft zu konstruktiven Gesprächen signalisiert, mehr ist von der Arbeitgeberseite aber auch nicht gekommen“, sagte Miriam Bürger, für den Hochschulbereich zuständige Gewerkschaftssekretätin der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), am Dienstag vor 100 Streikenden in Mainz. „Wir wollen“, so Bürger weiter, „unseren Forderungen Nachdruck verleihen. Die Arbeitgeberseite soll nicht glauben, dass dies eine einfache Tarifrunde wird. Unsere Forderungen sind wohlbedacht und ernst gemeint.“

Ein Demonstrationszug startete gegen 11:00 Uhr von der alten Mensa und führte zu den beiden Kindertagesstätten Weltentdecker und Campulino, wo der Streik mit einer heißen Suppe endete.

Miriam Bürger erläuterte, dass die Gewerkschaften ein Forderungspaket mit einem Gesamtvolumen von sechs Prozent geschnürt hätten. Inhalt des Forderungskatalogs sei eine Gehaltserhöhung mit sozialer Komponente in Form eines Sockel- oder Mindestbetrages. Für die höheren Entgeltgruppen im Tarifvertrag forderten die Gewerkschaften die Einführung  der Entwicklungsstufe 6 und weitere struktu­relle Verbesserungen bei der Eingruppierung. „In dieser Tarifrunde wollen wir Anschluss halten an die Entwicklung der Gehälter der Beschäftigten im öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen. Zum 1. Februar klafft hier eine Lücke von rund vier Prozent, die geschlossen werden muss. Auch die Gehälter in der Privatwirtschaft dürfen nicht weiter davonziehen. Den öffentlichen Dienst zu stärken, heißt auch, die Binnenkonjunktur anzukurbeln“, betonte Bürger. „Um die Arbeitsplätze im öffentlichen Dienst attraktiver zu gestalten, muss auch die Zahl der befristeten Arbeitsverhältnisse, insbesondere an den Hochschulen, gesenkt werden. Gerade jüngeren Menschen, die den Einstieg in das Berufsleben schaffen wollen, werden häufig nur befristete Stellen angeboten. In dieser Frage müssen die Arbeitgeber ihre Einstellungspolitik korrigieren, sonst fehlt perspektivisch der im öffentlichen Dienst dringend benötigte Nachwuchs“, unterstrich die Gewerkschaftsssekretäin abschließend.

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