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GEW zur Studie "Dringend gesucht: Berufsschullehrer"Fehlende Lehrkräfte: Länder müssen dringend handeln!

Die GEW hat die Länder gemahnt, deutlich mehr Lehrkräfte für die beruflichen Schulen auszubilden und einzustellen. „Der Beruf muss wieder attraktiver gestaltet werden. Dazu gehört, die Lehrerinnen und Lehrer im Arbeitsalltag zu entlasten. Nur so werden die Länder wieder mehr junge Menschen gewinnen, die sich für das Lehramt an beruflichen Schulen entscheiden“, sagte Ansgar Klinger, GEW-Vorstandsmitglied für berufliche Schulen und Weiterbildung, am Montag mit Blick auf die Studie „Dringend gesucht: Berufschullehrer“, die die Bertelsmann Stiftung am selben Tag veröffentlicht hat. Klinger kündigte an, dass die GEW am 6. November eine Untersuchung publizieren werde, die den Lehrkräftebedarf in den einzelnen Bundesländern darstellt.

30.10.2018

Info: Die Bertelsmann-Studie des Bildungsforschers Prof. Klaus Klemm übernimmt die im Mai von der Kultusministerkonferenz (KMK) veröffentlichte „Vorausberechnung der Schüler- und Absolventenzahlen 2016 bis 2030“ und schreibt diese bis zum Jahr 2035 fort. Sie differenziert nach den drei Gruppen der westlichen und der östlichen Flächenländer sowie den Stadtstaaten. Eine für die einzelnen Bundesländer geltende Vorausberechnung der Schülerzahlen und des Lehrkräftebedarfs in den berufsbildenden Schulen liegt bislang nicht vor. Die für Anfang November angekündigte GEW-Untersuchung der Bildungsforscher Dieter Dohmen und Maren Thomsen ermöglicht eine eigene Prognose der Schülerzahl und die ländergenaue Vorausberechnung des Lehrkräftebedarfs. Die GEW hatte bereits im März mit der von Dohmen erarbeiteten Studie „Prognose der Schüler*innenzahl und des Lehrkräftebedarfs an berufsbildenden Schulen bis 2030“ den Handlungsbedarf für das gesamte Bundesgebiet aufgezeigt und u.a. eine länderübergreifende Zusammenarbeit in der Ausbildung von Lehrkräften der beruflichen Schulen angemahnt.

Pressemitteilung der GEW Hauptvorstand vom 29.10.2018

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