GEW Rheinland-Pfalz
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Schulen weiter öffnen - aber sicher!

03.03.2021

Schulen weiter öffnen – aber sicher!

 

Wenn die Allgemeinbildenden und die Berufsbildenden Schulen ab kommenden Montag schrittweise mit dem Wechselunterricht ab der Jahrgangsstufe 5 starten, müssen wichtige Fragen rund um den Gesundheitsschutz der Lehrkräfte sowie der Schülerinnen und Schüler geklärt werden.

„Neben den von der Landesregierung versprochenen medizinischen und FFP-2 Masken sind weitere Aspekte im Rahmen des Hygieneplans zu beachten“, so Klaus-Peter Hammer, Vorsitzender der GEW Rheinland-Pfalz. „Hierzu gehört die unverzügliche Anschaffung und Installation geeigneter Lüftungsanlagen durch die Schulträger für Klassenräume, die nicht gut gelüftet werden können. Nach bisherigen Erfahrungen haben sich entsprechende Anlagen bewährt, indem sie dazu beitrugen, die Belastung durch Aerosole in den Klassenzimmern deutlich zu reduzieren.“

Schulen sind pädagogische Einrichtungen des Lernens. Das Unterrichten kann nicht nur in Distanz erfolgen, sondern ist ein ganzheitlicher Prozess, der eine persönliche Nähe braucht. Die Einhaltung der derzeit sinnvollerweise geforderten Distanz ist nicht immer möglich. Auch können aus organisatorischen Gründen nicht immer feste Lerngruppen gebildet werden. „Wollen wir zu einer möglichst großen Normalität an den Schulen zurückkehren, was der Wunsch vieler Lehrkräfte, Eltern sowie vor allem der Schülerinnen und Schüler ist, müssen weitere Maßnahmen ergriffen werden, die sicherstellen, dass Schulen keine Infektionsherde werden. Gerade die neuen Varianten des Corona-Virus bereiten nicht nur den Lehrkräften große Sorgen. Auch die Eltern haben Angst, dass über ihre Kinder das Virus in die Familien getragen werden könnte“, gibt Hammer zu bedenken.

Impfangebote sowie häufige und niederschwellige Testmöglichkeiten sind der zurzeit beste Schutz. Daher fordert die GEW Rheinland-Pfalz die Landesregierung auf, sich heute im Rahmen der Ministerpräsidentenkonferenz deutlich für weitere Impfangebote für alle Lehrkräfte, pädagogischen Fachkräfte und alle anderen Beschäftigten an den Weiterführenden und Berufsbildenden Schulen einzusetzen, wenn diese nun stufenweise in das Szenario 2 des Wechselunterrichts einsteigen.

Die GEW weist darauf hin, dass auch die Kultusministerkonferenz sich entsprechend positioniert hat. Eine bundesweit einheitliche Regelung ist dringend notwendig. Die Ständige Impfkommission der Bundesregierung wird aufgefordert, entsprechende Entscheidungen zu treffen.

„Nach einem Jahr, in welchem das Schulleben geprägt davon war, dass Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrkräften in Distanz miteinander arbeiten mussten, wünscht sich die GEW eine stufenweise Rückkehr in die Normalität, ermöglicht durch sichere Maßnahmen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes“, so Hammer abschließend.

 

Mainz, 03.03.2021