GEW Rheinland-Pfalz
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Positive Resonanz auf Warnstreikaufruf

Bildungsgewerkschaft zur Tarifrunde im öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen:

Streikende aus der Region Trier morgen zu Kundgebung nach Saarbrücken

20.04.2016

Die GEW Rheinland-Pfalz ruft für morgen, Donnerstag, den 21. April die kommunalen Beschäftigten in den Landkreisen Bernkastel-Wittlich, Vulkaneifel, Bitburg und Trier-Saarburg zu einem ganz­tägigen Warnstreik und zugleich zur Teilnahme an einer zentralen Demonstration mit Kundgebung in Saarbrücken auf. „Es zeichnet sich eine hohe Beteiligung ab“, sagte Klaus-Peter Hammer, Vorsitzender der GEW Rheinland-Pfalz. „Aufgrund der vielen Rückmeldungen wissen wir, dass es in vielen kommunalen Kindertageseinrichtungen der Region Trier zu Einschränkungen und mancherorts auch zu Schließungen kommen wird.“ So blieben beispielsweise in Wittlich alle Kindertagesstätten geschlossen. „Wir bitten die Eltern um Verständnis und weisen drauf hin, dass die Warnstreiks sich keinesfalls gegen die Elternschaft richten. Vielmehr geht es um die berechtigten Interessen der Beschäftigten, denen leider kein anderes geeignetes Durchsetzungsmittel zur Verfügung steht.“

Die GEW bezeichnet das Angebot der Arbeitgeber als Provokation. Mit 29,5 Milliarden Euro in 2015 sind die Haushaltsüberschüsse der öffentlichen Hand so hoch wie noch nie. Das bisherige Angebot der Arbeitgeber bedeutet dagegen in der Umsetzung faktisch einen Reallohnverlust für die Beschäftigten. „Eine angemessene Beteiligung der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen an der positiven Haushaltsentwicklung sieht anders aus“, so Hammer wörtlich. „Auch in Bezug auf die Betriebsrenten erwarten wir Bewegung auf Arbeitgeberseite. Die Risiken für die Altersvorsorge dürfen nicht einseitig auf die Beschäftigten abgewälzt werden.“

Schon jetzt kündigt die GEW Rheinland-Pfalz für die kommende Woche weitere Warnstreiks in anderen Regionen von Rheinland-Pfalz an.

Ansprechpartner der GEW:

Ingo Klein(Gewerkschaftssekretär vor Ort):0151 59071131
Klaus-Peter Hammer (Vorsitzender):0151 52582408

Informationen zum Verhandlungsstand:

Das Angebot der Arbeitgeber sieht Gehaltssteigerungen von 1,0 Prozent zum 1. Juni 2016 und von 2,0 Prozent zum 1. Juli 2017 vor, was jahresbezogen lediglich 0,6 Prozent bzw. 1,2 Prozent Steige­rung bedeutet.

Die Arbeitnehmerbeiträge zur Betriebsrente sollen zum 1. Juli 2016 um 0,2 Prozent, zum 1. Juli 2017 um 0,3 Prozent und zum 1. Juli 2018 um 0,4 Prozent erhöht werden. Ein Beitrag der Arbeitgeber ist nicht vorgesehen.

Die dritte und letzte Verhandlungsrunde findet am 28. und 29. April in Potsdam statt.

Alle Infos zur Tarifrunde finden Sie auf der GEW-Website unter: www.gew.de/troed2016/

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