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#GEWTAG22

GEW fordert zweiten Weg für Lehramt an beruflichen Schulen

Den Berufsschulen fehlt es an Fachkräften. Deshalb fordert die GEW einen zweiten Ausbildungsweg. Nicht als Ausnahme, sondern als Regel.

Mit einem zweiten Regel-Ausbildungsweg will die GEW beim Lehrkräftemangel an beruflichen Schulen gegensteuern. (Foto: Kay Herschelmann)

Vielen berufsbildenden Schulen fehlen Lehrkräfte. Um hier gegenzusteuern, fordert die GEW auf Initiative ihrer Bundesfachgruppen kaufmännische und gewerbliche Schulen ein einphasiges und duales Masterstudium als zweiten Regelweg zum Lehramt an berufsbildenden Schulen.

„Wir brauchen diese Fachkräfte dringend und dauerhaft.“ (Andreas Keller)

„Wir brauchen diese Fachkräfte dringend und dauerhaft“, sagte GEW-Vorstandsmitglied Andreas Keller. „Das neue duale Masterstudium erleichtert den Seiteneinstieg.“ Der erste Regelweg beinhaltet Bachelor und Master oder Lehramtsstudium mit Staatsexamen und Studienseminar. Zum dualen Studium als zweitem Regelweg sollen unter anderen Meisterinnen, Meister, Technikerinnen, Techniker, Betriebswirtinnen und Betriebswirte IHK, Erzieherinnen und Erzieher sowie Menschen mit Bachelor-Abschluss zugelassen werden. „Diese Verknüpfung von Theorie und Praxis ist eine Investition in die Zukunft“, so eine Delegierte.

Für das duale, einphasige Lehramtsstudium sollten mindestens drei Jahre Berufserfahrung vorausgesetzt werden, fordert die GEW. Das Studium selbst solle je nach Vorqualifikation zwei bis vier Jahre dauern.

Die beschlossenen Anträge lagen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Textes noch nicht in der finalen Fassung vor. Sie werden im Laufe der kommenden Tage hier veröffentlicht.