GEW Rheinland-Pfalz
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Die Stimme als wichtiges Arbeitswerkzeug

Fortbildung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft beschäftigte sich mit gesundem Umgang mit der Stimme als wichtigem Werkzeug in Erziehung und Unterricht.

08.10.2018 - Heribert Blume

Bereits zum zweiten Mal konnten sich Erzieherinnen und Lehrkräfte in einem Workshop der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in der Landjugendakademie in Altenkirchen mit dem wichtigen Thema „Bin  ich gut bei Stimme?“ auseinandersetzen.
   Unter der Leitung der aus Köln stammenden Stimmpädagogin Cordelia Geitler hatten sechzehn Teilnehmerinnen und Teilnehmer Gelegenheit, ohne Zeitdruck ihre individuellen Fragen und Anliegen innerhalb der Gruppe gemeinsam zu beleuchten.
Die Erfahrungen zeigten, dass die Stimme im Alltag von Kita und Schule oft ernormen Belastungen ausgesetzt ist. Umso wichtiger ist es, auf die eigenen Bedürfnisse zu hören und die Grenzen der Stimme wahrzunehmen. Dazu gehört auch zum Wohl der eigenen Gesundheit die Besonderheiten der Umstände am Arbeitsplatz zu berücksichtigen und den eigenen Bedürfnissen anzupassen.
Hier sei, so Cordelia Geitler, Eigenverantwortung gefragt sowie Kreativität, neue Ideen zu entwickeln. Da die Singstimme der Sprechstimme überlegen ist, könnten z. B. Anweisungen für Kinder singend gegeben werden. Dabei stehen Spaß  und Spielfreude im Vordergrund, die auf die Kinder ansteckend wirken und ihre Aufmerksamkeit wecken.
Die  Vermittlung des  theoretischen Hintergrunds von Atmung und gesunder Stimmfunktion ergänzten Übungen zur Achtsamkeit für die eigene Stimme. Im Fokus stand dabei immer wieder die Körperbewegung, die die Stimme auf unterschiedliche Weise unterstützt und die man sich zu Nutze machen kann. Schwerpunkte waren Flexibilität der Stimme, Kräftigung des Stimmbandmuskels, verschiedene Übungen zu Tonhöhe und Lautstärke sowie gezielter Körpereinsatz.
Mit Begeisterung wurde vieles ausprobiert und bewusst gemacht, so dass alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit neuen Erkenntnissen den Tag abrunden konnten. Zu guter Letzt wurde der Wunsch nach einer Tagesveranstaltung geäußert, um noch mehr Zeit zur Reflexion und Integration zu haben.

 

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