GEW Rheinland-Pfalz
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Oberstufentag der GEW

Foren am Vormittag

Jürgen Bach, Schulberater für Berufsbildende Schulen im Aufsichtsbezirk Trier, Lehrer an der BBS Wirtschaft in Trier
In Rheinland-Pfalz existieren zahlreiche Möglichkeiten für Kinder und Jugendliche in unterschiedlichen Schularten und Schulformen ihre Schullaufbahn zu absolvieren. Dabei verläuft der schulische Weg nicht immer geradlinig, sondern kann auch einen Wechsel der Schulart, z. B. in das berufsbildende System beinhalten. Die Komplexität dieses Bildungssystems in RLP erfordert eine frühzeitige Beratung des Jugendlichen und der Erziehungsberechtigten, damit ein für den einzelnen Jugendlichen bzw. jungen Erwachsenen individuell bestmöglicher Abschluss, wie z. B. die Hochschulreife, erreicht werden kann. Der Referent gibt einen exemplarischen Überblick über die verschiedenen Angebote insbesondere der Berufsbildenden Schulen.

René Scheppler, GEW Wiesbaden
Bildung und damit Schule wird immer mehr als kommerzieller Markt für Konzerne und Unternehmen interessant, da man dort Zielgruppen „ohne Streuverlust" erreichen kann. Die Digitalisierung kann hierbei ein Katalysator darstellen, der es Unternehmen, Interessensverbänden bis hin zu professionellem Schulmarketing erleichtert, tendenziöse Unterrichtsmaterialien oder Produkte in schulischem Lernen zu verankern. Im Forum geht es um die Sensibilisierung anhand konkreter Beispiele. Es besteht aber auch Raum für Austausch und Diskussion.

Stufenvertretungen der drei Schulformen
Täglich sind Kolleg*innen mit Problemlagen und Rechtsfragen konfrontiert, die sich nicht immer mit dem „gesunden Menschenverstand“ bewältigen lassen. Dies gilt auch für Mitglieder des ÖPR. In diesem Forum werden Expert*innen aus den Bezirkspersonalräten der drei Schulformen über aktuelle Themen informieren und Fragen aus dem Teilnehmer*innenkreis beantworten.

Annalena Dörr, Netzwerk für Demokratie und Courage der DGB-Jugend in Rheinland-Pfalz/Saarland
Rechtspopulistische Äußerungen im Oberstufenunterricht stellen eine große Herausforderung für uns Lehrkräfte dar. Aufgrund seiner vielfältigen Erfahrungen in der Demokratie-Arbeit mit Jugendlichen in Vereinen und Schulen können die selbst noch jungen Referent*innen von Netzwerk Courage auf ein großes Repertoire an Methoden zurückgreifen, mit denen sie die Schüler*innen erreichen und in einen Dialog bringen können. Der Workshop zeigt konkrete Praxisbeispiele und bietet darüber hinaus einen Überblick über das Angebot an Projekttagen des Netzwerkes an.

Arbeitsgruppen am Nachmittag

Dr. Stefan  Müller-Dittloff, Bildungsministerium RLP, Abteilung 4B
Der integrative Ansatz in den gesellschaftswissenschaftlichen Fächern der
Sek I ist eine der Kernideen des pädagogischen Konzeptes der Integrierten Gesamtschulen. Die Idee ist schlüssig begründbar, aber anspruchsvoll in der Umsetzung. Eine besondere Herausforderung stellt dabei der Übergang in die Oberstufe mit den dann getrennten Fächern Erdkunde, Geschichte und Sozialkunde dar. Der Workshop beschreibt die Problemstellung und stellt Lösungsansätze vor, damit dieser Übergang gut gelingen kann.

 Persönlichkeit entfalten – Der unverzichtbare Beitrag der künstlerischen Fächer im Profil der Oberstufe - eine praktische Annäherung

Bernd Kammer, Reg. FB Bildende Kunst, Maike Klüver, PL, Alfons Otte, Darstellendes Spiel, Jörg Safferling, Reg. FB Musik
In diesem Workshop sollen die Möglichkeiten einer fächerverbindenden Zusammenarbeit ausgelotet werden. Über einen praktischen Zugang soll der jeweils fachbezogene Umgang mit einem vorgegebenen Thema künstlerisch umgesetzt werden. Die unterschiedlichen Herangehensweisen werden zusammengeführt und präsentiert. Daraus folgende Umsetzungsmöglichkeiten im Unterricht in der Oberstufe werden mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern diskutiert.

Esther Sternheim, Annerose Molitor-Schworm, Lehrerinnen am Reichswaldgymnasium Ramstein-Miesenbach
Der Wettbewerb „Jugend forscht“ ist der bekannteste Schüler- und Jugendwettbewerb für Naturwissenschaft und Technik, der 1965 vom damaligen Stern- Chefredakteur ins Leben gerufen wurde. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen bearbeiten selbstgewählte Projekte mit hohem experimentellen Anteil aus dem MINT - Bereich. Anschließend verfassen sie eine schriftliche Ausarbeitung und präsentieren ihre Ergebnisse einer fachkundigen Wettbewerbsjury. Eine Teilnahme kann Schülerinnen und Schüler für Studiengänge und Berufe aus dem MINT-Bereich begeistern und bereits grundlegende Qualifikationen vermitteln.
In dem Workshop möchten wir anhand der Arbeiten unserer AG Einblick in die Chancen und Schwierigkeiten der Projektbetreuung geben.

Alexandra Pankow, Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Fachdidaktik Biologie der Technischen Universität Kaiserslautern
Zur Umsetzung der Kompetenzen in der digitalen Welt aus dem KMK-Strategiepapier „Bildung in der digitalen Welt“ stehen verschiedene Online-Dienste zur Verfügung, welche kollaboratives Arbeiten und Aufgaben mit direktem Schülerfeedback ermöglichen. Im Rahmen eines Forschungsprojekts wird eine offline-Cloudlösung (CloudPlusBox) entwickelt, welche die Nutzung solcher Tools auch an Schulen mit unzureichender Infrastruktur für kleine Lerngruppen ermöglicht. Das Projekt wird unterstützt vom Bildungsministerium RLP und der Joachim-Herz-Stiftung.
 

Christian Becker, Regionaler Fachberater für    Deutsch, IQB-Beauftragte des Landes RLP
In Rheinland-Pfalz  wird im schriftlichen Abitur Deutsch neben den von der Lehrkraft erarbeiteten Aufgaben ein zentrales Thema gestellt. In dem Workshop werden die Hintergründe und Verfahrensweisen dieses „rheinland-pfälzischen Umgangs mit dem Abitur“ für das Fach Deutsch erläutert und ein Ausblick auf die geplanten Entwicklungen gegeben. Der Referent, Christian Becker, ist Regionaler Fachberater für Deutsch und  der IQB-Beauftragte des Landes Rheinland-Pfalz und insoweit an der Erstellung und Auswahl der zentralen Aufgaben beteiligt.


Agnes Hesse-Bokor, Fächer Englisch und Französisch, IGS Auguste Cornelius Mainz-Hechtsheim
Der Einsatz digitaler Medien führt nicht zwangsläufig zu einer Verbesserung der Unterrichtsqualität, eröffnet jedoch neue Möglichkeiten der Information, Kooperation und Kommunikation und steigert so die Motivation der SchülerInnen im Fremdsprachenunterricht. In diesem Workshop können einige webbasierte Anwendungen kennengelernt werden, die je nach multimedialer Ausstattung der Schule von sehr einfachen bis zu komplexeren Nutzungsmöglichkeiten reichen. Das Mitbringen eigener Mobilgeräte ist von Vorteil (Tablet, Smartphones).


Madeleine Schumacher, Fachleiterin Französisch in der Freistellungsphase
Das Interkulturelle Lernen gehört zu den fünf Kompetenzbereichen der Bildungsstandards sowie des Lehrplans Französisch. Ziel ist es, nicht nur Kenntnisse im Sinne von Landeskunde zu vermitteln, sondern ein Bewusstsein für Differenzen zwischen der eigenen und der fremden Kultur zu schaffen und somit einen Beitrag zur Werteerziehung zu leisten. In der AG wird, ausgehend von dem aktuellen französischen gesellschaftlichen und politischen Geschehen, die praktische Umsetzung der Interkulturellen Bildung im Unterricht thematisiert.
 

Ronny Hollstein, Koordinierungsstellenleiter Pädagogisches Landesinstitut Bad Kreuznach
Demokratieerziehung ist nicht nur eine Aufgabe politischer Bildner oder von Sozialkundelehrer*innen. Demokratiebildung ist die Aufgabe von allen Lehrkräften und natürlich auch im Kontext der Partizipation in Zusammenspiel mit interessierten und engagierten Schüler*innen. So soll in diesem Workshop einerseits das rheinland-pfälzische Modellschulkonzept für Partizipation und Demokratie vorgestellt werden, anderseits im Zusammenhang mit der Extremismusprävention auch auf den derzeitigen Ist-Zustand in Bezug zum Rechtsextremismus und Rechtspopulismus hingewiesen werden, auch um demokratische Werte transparent zu machen und zu schützen.
 

Frau Braunschweig und Dr. Oebel  - Referentin und Referent aus dem Bildungsministerium
Besonders in der Oberstufe stellt sich den Schulen immer wieder die Frage, inwieweit ein Nachteilsausgleich und eine gezielte Förderung noch angeboten werden können und wo es entsprechende Ressourcen dafür gibt. Gemeint sind einerseits Schüler*innen mit Migrationserfahrungen, andererseits aber auch Schüler*innen mit Teilleistungsschwächen (LRS u. ä.). Frau Braunschweig (Referentin für Sprachförderung in Gesamtschulen und Realschule plus) und Dr. Oebel  - (zuständig für die Gestaltung des Oberstufenunterrichts, insbesondere auch in den  Fremdsprachen) informieren  über die aktuelle Position des rheinland-pfälzischen Bildungsministeriums .

Rolf Stachowitz, Referent im Ministerium für Bildung, Abteilung Berufsbildende Schulen und Fachkräftesicherung, zuständig für die Bereiche Digitalisierung der beruflichen Bildung und Industrie 4.0.
In dem Workshop soll ein Überblick über die Maßnahmen und Entwicklungen gegeben werden, die im Zusammenhang mit der Digitalisierung der Schulen und des Unterrichts in Rheinland-Pfalz stehen. Einen Schwerpunkt bilden aktuelle Informationen zum DigitalPakt Schule und zur Beantragung der Finanzmittel aus dem Pakt.  Mit Hinweisen zu den in diesem Zusammenhang notwendigen pädagogischen Konzepten und zu den förderfähigen Investitionen und Maßnahmen, sowohl für allgemeinbildende als auch berufsbildende Schulen. Außerdem Informationen zum SchulCampus Rheinland-Pfalz, Stand der Entwicklung und weiteren aktuelle Informationen aus dem Bereich der Digitalisierung des Unterrichts und der Schulen.
 

Jochen Barth, MSS-Leiter an der IGS Nieder-Olm/ Reiner Möwald, MSS-Leiter an der IGS Landau
Immer mehr Schülerinnen und Schüler schaffen den Übergang in die gymnasiale Oberstufe. Sie kommen mit unterschiedlichen Vorkenntnissen und Arbeitsweisen. Wie reagieren wir auf diese Herausforderungen? Wie können wir die Schülerinnen und Schüler beim Eintritt in Klasse 11 unterstützen? Wie schaffen wir es mit einem anspruchsvollen Unterricht, möglichst viele Schülerinnen und Schüler zum Abitur zu führen? Welche Alternativen empfehlen wir, wenn es für das Abitur nicht reicht? In dem Workshop wollen wir mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die unterschiedlichen Vorgehensweisen an IGS’en zusammentragen und nach Best Practice-Beispiel suchen.


Ulrike Neumüller, Referentin am Ministerium für Bildung, Abteilung Berufsbildende Schulen und Fachkräftesicherung
Die berufsbildenden Schulen haben erste Erfahrungen mit der Umsetzung der Reform der höheren Berufsfachschule gesammelt. In diesem Workshop haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, sich über ihre organisatorischen und pädagogischen Konzepte auszutauschen und voneinander zu lernen. Gemeinsam mit der zuständigen Referentin des Bildungsministeriums können Fragen geklärt und Lösungen gefunden werden. Das Vorstellen eigener Konzepte z. B. zur Organisation des Praktikums, zum Selbstgesteuerten Lernen oder zur Ausgestaltung des standortspezifischen Unterrichts sind ausdrücklich erwünscht.


Andreas Böcker, Landesbeauftragter AGAL, GEW Rheinland-Pfalz
Sie überlegen, ob es für Sie interessant wäre, eine Zeitlang im Ausland zu arbeiten? Andreas Böcker, Mitglied der Arbeitsgruppe Auslandslehrer*innen (AGAL) der GEW informiert über die verschiedenen Möglichkeiten. Angesprochen werden Themen wie: Einsatzbereiche von Lehrerinnen und Lehrern im Ausland, Wege in einen Auslandseinsatz, Bewerbungsverfahren und Vermittlungschancen, finanzielle Regelungen und rechtliche Fragen, Unterstützung vor, während und nach dem Auslandsaufenthalt.

Frau Apel-Jösch, Trainerin für Stressmanagement
Immer häufiger ist in den Schulen zu hören: „Diesen Stress halte ich nicht mehr aus, ich kann nicht mehr !“ Was ist denn überhaupt krankmachender Stress ? Wie kann/ muss man damit umgehen ? Ist das Zuvielarbeiten ein Problem, für das die GEW oder der ÖPR zuständig sind oder kann auch jede-r Einzelne daran etwas ändern bzw. anders damit umgehen ?  Über diese Fragen soll in der AG nachgedacht werden.