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Kinder und Jugendliche sehen und hören häusliche Gewalt

Unter häuslicher Gewalt versteht man die Angriffe von Erwachsenen gegen andere Erwachsene innerhalb von Partnerschaften oder anderen engen sozialen Bindungen. Lange Zeit ist man davon ausgegangen, dass Kinder diese Szenen unbeschadet überstehen, wenn sie nur Ohren- und Augenzeug*innen dieser Angriffe sind, aber nicht selbst direkt attackiert werden.

Neuere Studien widerlegen diese Annahme. Kinder und Jugendliche, die miterleben, wie ein Elternteil durch den anderen Elternteil oder einen nahen Verwandten misshandelt, bedroht, erpresst oder vergewaltigt wird, werden auch als Zeugen erheblich verletzt. Sie haben Angst um die verletzte Person und fürchten sich vor dem angreifenden Menschen. Sie sorgen sich um ihre eigene Versorgung und ihren Schutz. Die Folgen sind nicht nur posttraumatische Belastungsreaktionen, sondern können in der Folge auch zu Belastungs- und Bindungsstörungen führen.

Bausteine des Kurses des Tagungsprogramms werden sein:

  • Kindliche Verarbeitungsmechanismen und die Konsequenzen für die Lehrkräfte, Fachkräfte in Horten und in der Schulsozialarbeit.
  • Training von Basisfertigkeiten im Umgang mit den betroffenen Kindern und Jugendlichen.
Termin
17.10.2018, 09:00 - 16:00 Uhr
Veranstaltungsort
Europäische Sportakademie Trier
Herzogenbuscher Str. 56
54292 Trier
Teilnahmebeitrag
GEW-Mitglieder 10,00 Euro, Nichtmitglieder 40,00 Euro
Anmeldeschluss
28.09.2018
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 Routenplaner

PL-Aktenzeichen: 18 ST 006 036

Ansprechpartner_in
Christian Gerteis
0651 46320293

GEW-Kreis Trier

Referent_in
Dorothee Lappehsen-Lengler
psychologische Psychotherapeutin