GEW Rheinland-Pfalz
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Ich hab doch garnichts gemacht!

Rechtfertigungsstrategien auflösen

Niemand übernimmt gerne die Verantwortung für die negativen Folgen seines Verhaltens. Niemand fühlt sich gerne schuldig. Niemand fühlt gerne den Schmerz, den er einem anderen zugefügt hat. Um nicht mit dem Gegenüber mitfühlen zu müssen, entschuldigen Menschen ihr Verhalten, indem sie sich in Schutzbehauptungen, Ausreden und Neutralisierungstechniken flüchten.

Auch Kinder und Jugendliche verfügen in vielen Fällen bereits über ausgeklügelte Rechtfertigungsstrategien: „Ich hab doch nur Spaß gemacht!“, „Das war doch keine Absicht!“ und „Der hat mich doch provoziert!“ sind Beispiele dafür. Unbearbeitet fehlt diesen Kindern und Jugendlichen der Zugang zum einzigen intrinsisch wirksamen gewalthemmenden Faktor, dem Mitgefühl.

An diesem Tag wird wichtiges Hintergrundwissen vermittelt, unterschiedliche Arten von Rechtfertigungen vorgestellt und ihre professionelle Auflösung geübt.

Literatur: Grüner, T. (2008). Der Täter-Opfer-Ausgleich. In A. Schröder, H. Rademacher & A. Merkle (Hrsg.), Handbuch Konflikt- und Gewaltpädagogik. Verfahren für Schule und Jugendhilfe (S. 121-133). Schwalbach: Wochenschau.

PL-Aktenzeichen: 20 ST 006 31

Termin
24.09.2020, 09:00 - 16:30 Uhr
Veranstaltungsort
Diehls Hotel Koblenz
Rheinsteigufer 1
56077 Koblenz
Teilnahmebeitrag
GEW-Mitglieder 20 €, Nichtmitglieder 60 € (inklusive Mittagessen und Kaffeepause - optional zzgl. Übernachtung bei Teilnahme am 23.9.20 „Muss Strafe sein?“)
Anmeldeschluss
11.09.2020
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 Routenplaner
Ansprechpartner_in
Anne Merz
Vorsitzende Bezirk Koblenz
06762 951383
Referent_in
Thomas Grüner
Dipl.-Psych., Ausbilder für Mediation und Tat-Ausgleich, Gründer und Leiter des Instituts für Konflikt-Kultur in Freiburg