GEW Rheinland-Pfalz
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Argumentationstraining gegen Rechts

Argumentations- und Handlungstraining gegen menschenverachtende Einstellungen

In Abhängigkeit vom Infektionsgeschehen auch digital durchführbar

Menschenverachtende Einstellungen begegnen uns in Ehrenamt, Politik und privatem Umfeld. Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit ist kein Randphänomen, sondern weit verbreitet in unserer Gesellschaft.

Eine rassistische Bemerkung, ein Plakat, das eine halbnackte Frau zeigt, ein Witz über Schwule, der Besuch einer rechten Veranstaltung... Was sind menschenverachtende Einstellungen? Ab wann bin ich gefordert, zu reagieren? Und wie kann ich aktiv werden?

Die Antworten auf diese Fragen sind Schwerpunkte des Argumentations- und Handlungstrainings des Netzwerks für Demokratie und Courage. Ziel des Trainings ist es, menschenverachtende Einstellungen frühzeitig zu erkennen, sie zu problematisieren und argumentativ zu widerlegen und auf diesem Weg rechten Aktivitäten wirksam entgegenzutreten.

Damit die Teilnehmenden sich am Ende fit zum Argumentieren fühlen, werden inhaltliche Grundlagen sowohl zur Einstellungsebene als auch zu Argumentationstechniken und Handlungsstrategien erarbeitet. Argumentationstechniken und auch Handlungsstrategien werden vorgestellt, erprobt und verglichen. Die gesammelten Argumente und die aufgezeigten Strategien werden im Austausch bewertet und auf ihre Anwendbarkeit in unterschiedlichen Situationen überprüft.

Wie bleibe ich bei dem was ich sagen möchte und komme nicht in eine Endlosdiskussion? Wie kann ich Zuhörende einbinden und menschenverachtenden Aussagen/Personen den Wind aus den Segeln nehmen? In Handlungsübungen wird das eigene Auftreten und die Anwendung von Strategien reflektiert. Es geht darum, mit dem mulmigen Gefühl im Bauch umzugehen, den Moment des Eingreifens zu erkennen und  den Mut zu haben, jemanden zu unterbrechen.

Wie fühlt es sich an, wenn ich laut werde, wie kann ich jemanden sachlich aber bestimmt des Raumes verweisen? Wo liegen meine Stärken? In praktischen Übungen lässt sich einiges über die eigenen Hürden, aber auch Stärken herausfinden. Im Austausch mit den anderen und beim Zuschauen können neue Denkanstöße und Ansätze erworben werden oder eigene Strategien den letzten Schliff erhalten.

Am Ende steht konsequenteres Auftreten. Egal, ob gegenüber der NPD-Funktionärin, dem PEGIDA-Bürger oder dem antisemitischen Kommentar in der Straßenbahn. Das Argumentationstraining bietet die Möglichkeit, von idealisierten und abstrakten Interventionen weg, hin zu eigener kreativer und erfolgreicher Zivilcourage zu kommen.

PL-Aktenzeichen: 21 ST 006 040

Termin
27.10.2021, 09:00 - 15:00 Uhr
Veranstaltungsort
Julius-Lehlbach-Haus (DGB) Mainz
Kaiserstraße 26 – 30
55116 Mainz
Teilnahmebeitrag
keinen
Anmeldeschluss
01.10.2021
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Ansprechpartner_in
Sandra Franz
DGB Jugend Rheinland-Pfalz / Saarland | Netzwerk für Demokratie und Courage
Julius-Lehlbach-Haus (DGB) Mainz | Kaiserstraße 26 – 30
55116 Mainz
06131 281640
Referent_in
Teamende des NDC