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GEW: Weichen für eine zukunftsfähige Bildungspolitik in Rheinland-Pfalz stellen - Bildung muss zentrale Aufgabe der Landespolitik bleiben

Gute Bildung gehört mit zu den zentralen Aufgaben einer erfolgreichen Regierungspolitik in Rheinland-Pfalz. Im Rahmen bevorstehender Koalitionsverhandlungen und Regierungsneubildung werden bildungspolitische Themen eine entscheidende Rolle spielen. Die GEW Rheinland-Pfalz fordert die mit der Regierungsbildung beteiligten Parteien auf, dafür zu sorgen, dass Bildung die dringend benötigten Ressourcen und die erforderliche personelle Ausstattung unter Berücksichtigung der leistungs- und tarifgerechten Bezahlung erhält, damit alle Bildungseinrichtungen ihre Aufgaben auch leisten können. Dazu ist es aus Sicht der GEW notwendig, die Verantwortung für alle Bildungseinrichtungen, also auch für Kindertageseinrichtungen, wieder in einem Bildungsministerium zu vereinen.

16.03.2016

Bildung ist für die Zukunftsfähigkeit von Rheinland-Pfalz von herausragender Bedeutung.

„Nur durch gute Bildung kann dem Fachkräftemangel und dem demografischen Wandel begegnet werden“, so der Landesvorsitzende der GEW Rheinland-Pfalz, Klaus-Peter Hammer. „Es ist zentrale Aufgabe der Politik, den Bildungsbereich zu stärken und zukunftsfähig zu machen“, so der Landesvorsitzende weiter. „Sparmaßnahmen an Bildung dürfen im neuen Koalitionsvertrag keinen Platz finden. Wir werden die Parteien beim Wort nehmen und das an verbesserter Qualität einfordern, was sie im Wahlkampf versprochen haben.“ Zentrale Aufgabe sei es nach wie vor, Bildungsbenachteiligungen und soziale Ungerechtigkeiten abzubauen. Dazu gehört es, die Durchlässigkeit auf allen Ebenen der Bildung zu gewährleisten. „Auch die Flüchtlinge in Rheinland-Pfalz müssen eine echte Bildungsperspektive haben. Hierfür bedarf es an soliden Konzepten, einer deutlich verbesserten Personalausstattung und einer gesicherten Finanzierung, damit diese Arbeit an allen Bildungseinrichtung gelingen und von den Kolleginnen und Kollegen geleistet werden kann,“ so der Landesvorsitzende Klaus-Peter Hammer. Hierzu gehöre selbstverständlich eine gerechte und faire Bezahlung der Menschen, die beispielsweise in Integrationskursen arbeiten.

Eine deutlich verbesserte Bildungsfinanzierung sei eine grundlegende Voraussetzung.                           

Handlungsleitende Grundlage einer sozialen und auf Chancengleichheit ausgerichtete Bildungspolitik in Rheinland-Pfalz müsse sein, dass alle Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen die Chancen auf Teilhabe an inklusiver Bildung und dass diese eine Perspektive auf dem Arbeitsmarkt haben. Dringend notwendig sei die Entwicklung einer inklusiven gesellschaftlichen Haltung.

Der Abbau von Bildungsbarrieren bezogen auf soziale, kulturelle, ethnische und religiöse Hintergründe sowie aufgrund sexueller Orientierung sind für die GEW in allen Bildungseinrichtungen durch die Schaffung struktureller, personeller und finanzieller Rahmenbedingungen zu gewährleisten.

Für die GEW stehen folgende Handlungsfelder besonders im Fokus:

  1. Bildungswege für alle öffnen und Chancengleichheit herstellen - Integration von Migrantinnen und Migranten aktiv und flexibel gestalten.
  2. Mehr Geld für Bildung – bessere Bildung für alle.
  3. Bildung von Anfang an – bessere Arbeits- und Rahmenbedingungen in Kitas.
  4. Keiner ohne Abschluss – bessere Ausbildungsvoraussetzungen.
  5. Mehr Jugendliche mit Hochschul- und Fachhochschulreife, Studienabschlussquote steigern.
  6. Qualifizierte berufliche Bildung für alle.
  7. Unterstützungssysteme entscheiden über unsere Zukunft - Weiterbildung mehr wertschätzen.
  8. Keine Ökonomisierung von Bildung.
  9. Attraktivität pädagogischer Berufe erhöhen.
  10. Beschäftigungsbedingungen und Berufsperspektiven an Hochschulen und Universitäten verbessern.
  11. Arbeit zukunftsfähig und lebensphasengerecht gestalten.

Mainz, den 16. März 2016

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