GEW Rheinland-Pfalz
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Schulgebäude müssen nach zeitgemäßen pädagogischen Konzepten ausgerichtet werden

GEW sieht erheblichen Handlungsbedarf und fordert Umdenken

14.06.2018

Zum Ende des Schuljahres macht die GEW Rheinland-Pfalz darauf aufmerksam, dass es in Rheinland-Pfalz hinsichtlich der baulichen bzw. räumlichen Situation an vielen Schulen einen erheblichen Nachholbedarf gibt. Das Land schiebt einen erheblichen Investitionsstau vor sich her.

Dazu Klaus-Peter Hammer, Vorsitzender der GEW Rheinland-Pfalz: „Es besteht dringender Handlungsbedarf in Fragen der Gebäudesanierung und Neubauten von Schulen, für das Lernen von morgen. Wir brauchen Lernorte, die allen Raum geben. Das bedeutet, dass die zum Teil maroden Schulgebäude dringend zu modernisieren und sanieren sind, damit sie zeitgemäßen Vorstellungen guter Bildung entsprechen. Dies gilt für heute, aber auch die nächsten Jahrzehnte.“

Rheinland-Pfalz investiert nach wie vor unterdurchschnittlich in seine Schulbauten. Nach Meinung der GEW muss künftig deutlich mehr Geld in Schulbau und Schulsanierung fließen. An zu vielen Schulen ist derzeit unter den jetzigen Bedingungen aufgrund der räumlichen Situation zeitgemäßer Unterricht nur schwer zu verwirklichen. Das Land und die Kommunen brauchen deshalb dringend mehr Geld vom Bund.

Die GEW Rheinland-Pfalz fordert als Konsequenz, die rheinland-pfälzischen Schulbaurichtlinien völlig neu zu fassen. „Ein Loslösen von starren Vorgaben ist notwendig, damit innovative, an pädagogischen Grundsätzen orientierte Konzepte vor Ort auch umsetzungsfähig sind“, so Hammer. „Die Lernorte müssen dringend den Anforderungen an zeitgemäßen pädagogischen Konzepten angepasst werden. Hierbei müssen die Interessen der Kolleginnen und Kollegen beachtet werden“.

Um eine Neufassung der Schulbaurichtlinien auf gänzlich neuen Grundlagen konstruktiv voranzutreiben, hat die GEW Rheinland-Pfalz einen Kreis ausgewiesener Expertinnen bzw. Experten formiert.

Bereits jetzt kündigt die GEW eine entsprechende fachliche Veranstaltung für 2019 an.

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