GEW Rheinland-Pfalz
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Lehrkräfte an Grundschulen endlich deutlich besser bezahlen!

07.03.2019

Bildungsgewerkschaft zum Internationalen Frauentag: Traditionellen Frauenberuf aufwerten – mit Verdienst an anderen Schularten gleichsetzen

Anlässlich des Internationalen Frauentages bekräftigt die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Rheinland-Pfalz ihre Forderung nach einer deutlich verbesserten Bezahlung von Lehrerinnen und Lehrern an Grundschulen. „Kleine Kinder kleines Geld, große Kinder großes Geld: Nach diesem ungeschriebenen Gesetz werden Lehrkräfte in Deutschland bezahlt. Mit dieser Diskriminierung, die insbesondere Frauen trifft, muss endlich Schluss sein“, sagt Klaus-Peter Hammer, Landesvorsitzender der GEW Rheinland-Pfalz mit Blick auf den Internationalen Frauentag am 8. März. Er verlangt für verbeamtete Lehrkräfte an Grundschulen künftig eine Bezahlung nach der Besoldungsgruppe A13. Zurzeit werde an Grundschulen, hier unterrichten in Rheinland-Pfalz zu nahezu 90 % Prozent Frauen, nach A12 bezahlt. „Das ist eine mittelbare Diskriminierung von Frauen, die beendet werden muss. Die Grundschullehrerinnen haben monatlich bis zu mehreren hundert Euro weniger im Geldbeutel als die Lehrkräfte an anderen Schulformen“, betonte Hammer. „Die Arbeit an Grundschulen und weiterführenden Schulen ist nicht gleich aber gleichwertig“, betonte die Sprecherin des GEW-Landesfrauenausschusses, Ingrid Vollmer-Winter. „An Grundschulen wird das Fundament für die Bildungskarriere der Kinder gelegt.“ Gute Bildung von Anfang an sei der Schlüssel für die Inklusion aller Menschen und den sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft. „Lehrerinnen und Lehrer, die diese schwierige Aufgabe übernehmen, müssen die gleiche Anerkennung bekommen wie an weiterführenden Schulen. Das gilt natürlich auch für die Bezahlung. Es wird Zeit, dass wir im 21. Jahrhundert ankommen und diesen traditionellen Frauenberuf endlich aufwerten“, unterstrich Vollmer-Winter.

Hammer abschließend: „Natürlich wird sich die GEW auch weiterhin für die tarifbeschäftigten Lehrkräfte an Grundschulen sowie die Beschäftigten in Kindertageseinrichtungen entsprechend einsetzen. Denn das Problem ‚Kleine Kinder kleines Geld, große Kinder großes Geld‘ durchzieht nicht nur die Schularten, sondern unser ganzes Bildungswesen.“

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