GEW Rheinland-Pfalz
Du bist hier:

GEW zur Novellierung des Hochschulgesetzes

04.03.2020

Die GEW Rheinland-Pfalz begrüßt die notwendige Novellierung des rheinland-pfälzischen Landeshoch­schulgesetzes. Aus Sicht der GEW könnte das neue Hochschulgesetz ambitionierter sein und fällt leider hinter denen anderer Bundesländer zurück, insbesondere im Hinblick auf die paritätische Zusammenset­zung von Hochschulorganen oder die Studiengebührenfreiheit bei der Aufnahme eines Zweitstudiums. In Rheinland-Pfalz bleibt es leider bei Zweitstudiumsgebühren. Sehr zu begrüßen ist, dass die professorale Dominanz im Senat gegenüber den ersten Entwürfen entschärft wurde.

Klaus-Peter Hammer, Vorsitzender der GEW Rheinland-Pfalz: „Mit der Novelle des Landeshochschulgeset­zes werden den Hochschulen neue Aufgaben zugewiesen, sei es in der Qualitätssicherung und insbeson­dere der Studienberatung sowie im Einsatz digitaler Medien in der Lehre. Alle diese zum Teil zusätzlichen Aufgaben erfordern ein Mehr an sächlichen Ressourcen bezüglich Ausstattung und Räumlichkeiten sowie ein Mehr an qualifiziertem Personal. Ohne zusätzliche Mittel sind diese Aufgaben nicht zu leisten und füh­ren nicht zum gewünschten Erfolg.“

In Anbetracht der finanziellen Ausstattung der Hochschulen in Rheinland-Pfalz, die sich im Vergleich der Bundesländer immer noch im unteren Drittel befindet, sind zusätzliche finanzielle Mittel in der Grundfi­nanzierung unabdingbar. Diese werden auch durch die im Rahmen des „Zukunftsvertrags Studium und Lehre stärken“ bereitgestellten Mittel nicht kompensiert.

„Eine Verbesserung der Studierendenerfolgsquote erfordert nicht nur den Einsatz neuer Lehr- und Lern­formate und Beratungsangebote, sondern in erster Linie eine wesentlich bessere Betreuungsrelation, ins­besondere an den Universitäten des Landes“, so Hammer weiter.

Die GEW vermisst eine Berücksichtigung des Bereiches Wissenschaftsmanagement, in dem zuneh­mend mehr wissenschaftliches Personal beschäftigt wird. Hier ist eine Professionalisierung u.a. auch durch Ver­stetigung von Stellen unabdingbar.

 

 

Mainz, den 04.03.2020

Zurück