GEW Rheinland-Pfalz
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GEW zum Antikriegstag

Friedenserziehung intensivieren

30.08.2018

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Rheinland-Pfalz mahnt mit Blick auf den heutigen Antikriegstag eine nachhaltige Friedenspolitik in Deutschland und Europa an. Sie fordert, mehr Geld für Bildung und Armutsbekämpfung bereitzustellen, und protestiert gegen eine zunehmende Aufrüstung und Militarisierung.

„Immer mehr europäische Länder betreiben eine national-chauvinistische Politik, die den Frieden nach¬haltig gefährdet“, sagte der rheinland-pfälzische GEW-Vorsitzende Klaus-Peter Hammer vor der Presse. Während die Zahl der gewaltsamen Konflikte weltweit steige und Millionen Menschen auf der Flucht seien, schotte sich die EU immer mehr ab und rüste militärisch auf.

Entschieden bekämpft werden müsse auch der zunehmende friedensbedrohende Rassismus in Deutsch¬land, der selbst in den Parlamenten unverblümt artikuliert werde. Eine wichtige Rolle falle dabei den Pädagoginnen und Pädagogen in den diversen Bildungseinrichtungen zu, die tagtäglich vorleben könnten, wie gewinnbringend Toleranz und wie schädlich Ausgrenzung sind.

Hammer weiter: „Zudem muss die Friedenserziehung an den Schulen deutlich gestärkt werden. Wichtig ist dabei nicht nur, Unterrichtsmaterialien zur Friedenserziehung vorzuhalten und weiterzuentwickeln, sondern einen Beitrag zur Werte- und zur Friedenserziehung zu leisten und den Schülerinnen und Schülern den konstruktiven Umgang mit Konflikten nahezubringen.“

Es gebe an unseren Schulen zu dieser Thematik bereits hervorragende Projekte wie die Streitschlichter-AGs, in denen Schülerinnen und Schüler lernten, wie sie Konflikte zwischen Mitschülerinnen und -schülern selbst lösen können. Auch Planspiele zur Friedensbildung seien geeignete Beispiele zur Friedenserziehung. Solche Ansätze müssten weiter ausgebaut und unterstützt werden.

Der Landesvorsitzende abschließend: „Insgesamt braucht das Thema Friedenserziehung einen festen Platz in den Curricula und bei der Ausbildung von Lehrkräften.“

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