GEW Rheinland-Pfalz
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GEW: „JA13 für alle: Rheinland-Pfalz muss sich nun auch bewegen!“

Bildungsgewerkschaft startet heute bundesweite Aktionen für gerechte Lehrkräftebezahlung „JA13“

11.11.2019

Mit bundesweiten Aktionen erhöht die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) auch in diesem Jahr den Druck auf die Landesregierungen, für die gleiche Bezahlung aller voll ausgebildeten Lehrkräfte zu sorgen. „Es ist eine Frage der Gerechtigkeit, gleichwertige Arbeit gleich zu entlohnen“, sagte Klaus-Peter Hammer, Vorsitzender der GEW Rheinland-Pfalz. „Immer noch werden in Rheinland-Pfalz Grundschulleh­rkräfte schlechter bezahlt als Lehrerinnen und Lehrer an weiterführenden Schulen. Was beispielsweise in Hamburg, Sachsen oder Schleswig-Holstein geht, das muss auch bei uns möglich sein.“

Hammer machte sich für A13/E13 stark: „Weil Grundschullehrkräfte es verdienen! Sie ebnen Kindern und Jugendlichen den Weg ins Lernen und ins Leben. Ihre professionelle Unterstützung ist mindestens genauso wichtig, wie Schülerinnen und Schüler auf das Berufsleben bzw. Studium vorzubereiten.“ Der GEW-Vorsit­zende erinnerte auch daran, dass jüngst Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier der Arbeit der Grund­schullehrkräfte hohen Respekt zollte: „Das freut und das stärkt uns“, unterstrich Hammer.

Er machte darauf aufmerksam, dass zurzeit insbesondere Frauen diese anspruchsvolle Arbeit überneh­men: „Über 90 Prozent der Grundschullehrkräfte sind Frauen. Frauenarbeit ist genau so viel wert wie die Arbeit der Männer.“

„Aussitzen funktioniert nicht mehr. Die Bezahlung wird sich zu einem Standortnachteil entwickeln bzw. ist es bereits geworden. Die Kolleginnen und Kollegen vor Ort werden ihre berechtigten Ansprüche sehr deut­lich machen“, so Hammer abschließend.

In Rheinland-Pfalz wurden die Grundschulen durch die GEW mit Aktionsplakaten und entsprechenden Auf­klebern beschickt, verbunden mit dem Aufruf im Aktionszeitraum vielfältige und bunte Aktionen zu entwi­ckeln, die schließlich auf Facebook gepostet werden.

Info: Bundesweit hat bereits eine Reihe Länder eine gerechtere Bezahlung auf den Weg gebracht. Für Grundschullehrkräfte ist A13/E13 in Brandenburg, Berlin und Sachsen umgesetzt. In Bremen und Schles­wig-Holstein sind Stufenpläne vereinbart. In Niedersachsen werden Zulagen eingeführt. In diesen Ländern ging es auch um die Lehrkräfte an Schulen der Sekundarstufe I, die noch nach A12/E11 bezahlt wurden. In Thüringen werden ab 2020 Regelschullehrkräfte in A13 eingruppiert. In Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg laufen Gespräche mit den Landesregierungen, um die Besoldung anzuheben.

Informationen zu allen Bundesländern, eine interaktive Landkarte sowie Updates über den Aktionszeit­raum vom 11. bis 21. November finden Sie unter: www.gew.de/JA13

 

 

 

Mainz, 11. November 2019

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