GEW Rheinland-Pfalz
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Corona-Maßnahmen in Bildungseinrichtungen im Jahre 2021

07.05.2021

Perspektiven für das 2. Kalenderhalbjahr müssen jetzt entwickelt werden

Angesichts der Verschärfungen durch das Bundesinfektionsschutzgesetz, mit aktuell weiteren Einschränkungen für den Bildungsbereich, mahnt die GEW Rheinland-Pfalz, dass nun dringend der Zeitpunkt gekommen ist, über Strategien nachzudenken, wie man über den Frühsommer hinaus zu einer weitgehenden und sicheren Öffnung sämtlicher Bildungseinrichtungen gelangen kann.

Spätestens zum 01.08.2021 bzw. mit Beginn des Wintersemesters 2021/22 müssen Strategien vorliegen, die dafür sorgen, dass KiTa, Schulen, Musikschulen, Konservatorien, Volkshochschulen, Weiterbildungszentren, Akademien, Hochschulen und Universitäten, auch bei einem weiterhin vorhandenen Infektionsgeschehen, ihre Leistungen in Präsenzformaten anbieten können.

Es muss zwingend Perspektiven für Kinder, Jugendliche und Erwachsene geben, damit sie ihre Einrichtungen wieder regelmäßig aufsuchen können.

Daher muss die Landesregierung dafür Sorge tragen, dass neben der jetzt vorhandenen Test- und Impfstrategie sämtliche Gebäude vollständig baulich-technisch aufgerüstet werden (Lüftungsstrategie für Bildungseinrichtungen) und die digitale Infrastruktur weiter ausgebaut und stabilisiert wird (Digitalstrategie für Bildungseinrichtungen).

Erhebliche Lernrückstände, entstanden durch die häufigen Schulschließungen, die Wechselformate des Unterrichts im vergangenen Schuljahr und den Fernunterricht in den Hochschulen und Universitäten (der sich nun im 3. Semester befindet), müssen qualifiziert aufgearbeitet werden. Es müssen schnell tragfähige Maßnahmen in Angriff genommen werden, damit die Schüler*innen, Auszubildenden und Studierenden versäumte Lerninhalte nachholen und aufarbeiten können. Lernen muss dauerhaft in kleineren Lerngruppen unter deutlicher Beachtung des Gesundheitsschutzes ermöglicht werden.

Dafür brauchen alle Bildungseinrichtungen u.a. eine umfassendere und großzügigere Personalversorgung. Die Beschäftigten in den Bildungseinrichtungen müssen z.B. durch mehr Zeitkontingente und mehr multiprofessionelle Teams entlastet werden. Hierfür bedarf es zwingend einer nachhaltigen Bildungsfinanzierung, die einen noch höheren Stellenwert erhalten muss.

Die GEW fordert die Parteien daher eindringlich auf, den Bildungsbereich in den Fokus zu nehmen und endlich ausreichend zu finanzieren. Neue Planstellen müssen geschaffen werden. Die Personalisierung muss ausreichend finanziert werden. Die Stellenangebote müssen eine attraktive Eingruppierung sicherstellen.