GEW Rheinland-Pfalz
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Beschäftigte in Kindertagesstätten besser schützen

Die GEW zu den „Hygiene-Empfehlungen für den Regelbetrieb in Kindertageseinrichtungen in Rheinland-Pfalz“ und den „Leitlinien in Zeiten von Corona – Kindertagesbetreuung im Übergang zum Regelbetrieb“

06.07.2020

Die rheinland-pfälzische Landesregierung hat entschieden, dass ab August 2020 die Kindertageseinrich­tungen in Rheinland-Pfalz wieder zu einem Regelbetrieb zurückkehren, sofern das Infektionsgeschehen dies im Zusammenhang mit dem Corona-Virus weiter zulässt.

Aus pädagogischer Sicht unterstützt die GEW als Bildungsgewerkschaft den Übergang in einen Regelbe­trieb.

In den vom Bildungsministerium vorgelegten überarbeiteten Leitlinien und in den Hygieneempfehlungen sind jedoch wesentliche Aspekte des Arbeits- und Gesundheitsschutzes der Beschäftigten nicht ausrei­chend berücksichtigt worden. „Solange das Robert-Koch-Institut besondere Risikogruppen für schwere Krankheitsverläufe benennt, müssen in den Kindertagesstätten betroffene Beschäftigte weiterhin ge­schützt werden,“ so der GEW Landesvorsitzende Klaus-Peter Hammer.

Besondere Verunsicherung besteht bei den Beschäftigten an Kindertagesstätten, zu der Frage wie sie in ihrer Arbeit vor dem Corona-Virus geschützt werden können. Hierfür wünschen sie die Möglichkeit sich regelmäßig testen zu lassen. „Es braucht für die Kindertageseinrichtung daher unbedingt geeignete Test­konzepte“, so der Landesvorsitzende der Bildungsgewerkschaft weiter. Diese seien bisher im Testkonzept des Landes aber nicht vorgesehen. Die GEW fordert dringend, dass bei Verdachtsfällen im Umfeld der Ein­richtungen unbedingt umfassende Testungen, mindestens des Personals, vorgesehen werden.

Darüber hinaus muss für Beschäftigte, bei denen zu erwarten sei, dass sie nach bisherigen Erkenntnissen ein hohes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf von COVID 19 haben oder in häuslicher Gemein­schaft mit einer Person mit einem solchen hohen Risiko leben, eine regelmäßige vorsorgliche Testung an­geboten werden.

Klaus-Peter Hammer warnt ausdrücklich: „Für den Regelbetrieb der Kitas in Zeiten von Corona sind alle Maßnahmen zu treffen, die Kinder, Eltern und Beschäftigte schützen und gleichzeitig eine gewisse Norma­lität zulassen. Wir dürfen keine zweite Welle mit neuen Lockdowns riskieren!“

 

 

 

Mainz, 06.07.2020

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