GEW Rheinland-Pfalz
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GEW fordert von der Landesregierung zügiges Handeln

Die Schulen müssen auf die Auswirkungen der neuen Covid-19-Variante Omikron vorbereitet werden.

20.12.2021

„Viele Lehrkräfte, Schüler:innen und Eltern sind angesichts der drohenden massiven Ausbreitung der neuen Covid-19-Variante Omikron sehr besorgt. Es müssen noch vor den Weihnachtsferien Entscheidungen getroffen und Maßnahmen ergriffen werden, um die Schulen auf die neue Situation Anfang Januar einzustellen“, fordert Klaus-Peter Hammer, Vorsitzender der GEW Rheinland-Pfalz.

Aus Sicht der GEW müssen die bisher geltenden Maßnahmen erweitert werden, damit ein sicherer Schulbetrieb gewährleistet werden kann.

Hierzu gehört neben der Einhaltung von Abstandsregeln und dem Tragen von Masken nun endgültig auch die Ermöglichung von täglichen anlasslosen Selbsttests auf das Corona-Virus, mindestens aber an drei Tagen pro Schulwoche für alle Beschäftigten und Schüler:innen. Den Schulen müssen rechtzeitig ausreichend FFP2-Masken und die notwendigen Tests zur Verfügung gestellt werden. Das Bestellportal muss umgehend diese erweiterte Bestellung ausdrücklich ermöglichen.

Sollten die Schulen ganz oder teilweise in den digitalen Unterricht wechseln, muss sichergestellt sein, dass alle Lehrkräfte, pädagogischen Fachkräfte sowie alle Schüler:innen mit einsatzbereiten digitalen Endgeräten versorgt sind. Das ist, entgegen der Pressemitteilung aus dem Bildungsministerium, noch immer nicht der Fall.

Selbstverständlich bleiben die schon seit Beginn der Pandemie bestehenden Forderungen nach kleineren Lerngruppen mit der Möglichkeit, mehr Abstand einhalten zu können und dem Einbau von Luftfilteranlagen, wo immer dies geboten ist, aufrechterhalten.

Den anstehenden Abiturprüfungen im Januar muss ein besonderes Augenmerk gelten und eine sichere Durchführung für Schüler:innen und Lehrkräfte gewährleistet werden. Es ist zu vermeiden, dass Schüler:innen durch unzureichende Vorgaben bei den Schutzmaßnahmen während ihrer Prüfungen in Quarantäne müssen.

Aktuell dürfen die Schulleitungen der Förderschulen und Schwerpunktschulen nicht wie vorgesehen durch die Befragungen des Landesrechnungshofes zusätzlich belastet werden. Die Befragungen müssen umgehend verschoben werden.

Hammer abschließend: „Schon vor den Weihnachtsferien ist der Krankenstand an fast allen Schulen so enorm angestiegen, dass in einzelnen Schulformen kein verstetigter Unterricht mehr möglich ist. Die Omikron-Variante lässt ein weiteres Anwachsen der Krankheitswelle bei den Lehrkräften befürchten. Jetzt nur zögerlich zu handeln, könnte fatale Auswirkungen haben.“

 

Mainz, 20.12.2021