GEW Rheinland-Pfalz
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Corona-PandemieWer Kitas weiter öffnen will, muss zuerst impfen!

Die GEW Rheinland-Pfalz lehnt eine weitere Öffnung der Kindertagesstätten ab, wenn den Beschäftigten vorher kein Impfangebot gemacht wurde. „Es wäre unverantwortlich, Beschäftigte, Eltern und Kinder diesem hohen Gesundheitsrisiko auszusetzen“, so Kathrin Gröning, stellvertretende Vorsitzende der GEW Rheinland-Pfalz, zur Diskussion um die weitere Öffnung von Kindertagesstätten.

09.02.2021

Die Kindertagesstätten in Rheinland-Pfalz befinden sich aktuell im „Regelbetrieb bei dringendem Bedarf“. An die Eltern wird appelliert, ihre Kinder nur in dringenden Fällen in die Einrichtungen zu bringen und nach Möglichkeit anderweitige Betreuungsformen zu organisieren oder auf die neuen Regelungen bezüglich der Kinderkrankentage zurückzugreifen. Zugangsbeschränkungen gibt es jedoch nicht. Die Einrichtungen sind angehalten, die vertraglich vereinbarten Betreuungsumfänge weiter sicherzustellen.

„Wir haben Rückmeldungen aus den Einrichtungen, dass sie teilweise schon wieder fast unter Volllast laufen“, weiß Gröning zu berichten. „Der Einsatz der Beschäftigten, die sich in der Arbeit mit Kleinkindern kaum geeignet schützen können, ist schon unter den derzeitigen Bedingungen nicht akzeptabel. Besonders mit Blick auf die jetzt auftretenden Mutationen, die offenbar auch Kinder häufiger infizieren, wäre es fatal, die Schleusen ganz zu öffnen“, so die Gewerkschafterin, die selbst in einer Kita arbeitet.

In einer Videoschalte des Kita-Tages der Spitzen wurde von Experten der Uni-Medizin Mainz auf statistische Auswertungen hingewiesen, die belegten, dass Kinder in der Regel von Erwachsenen angesteckt würden.

„Aus Sicht der GEW ist es zwingend erforderlich“, so Gröning abschließend, „Beschäftigten die höchst mögliche Impfpriorität zuzuweisen. Es gibt gute Gründe dafür Kindertagesstätten schnellst möglich wieder umfangreich zu öffnen. Dabei müssen wir aber aufpassen, dass diese nicht zum Pandemietreiber werden.“


Mainz, 09.02.2021