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Tarifrunde TVöD 2020Verhandlungen und Aktionen ab September!

Ab September starten die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes Verhandlungen zur Tarifrunde 2020 – mit Aktionen! Das haben die Tarifkommissionen der Gewerkschaften beschlossen. „Das werden harte Verhandlungen“, sagte Daniel Merbitz.

19.06.2020

Die Tarifverhandlungen für die im öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen Beschäftigten starten wie vor der Corona-Krise geplant am 1. September, das teilte die GEW am Freitag in Frankfurt a.M mit. Die Tarifkommissionen der Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes hatten beschlossen, die Entgelttabellen des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst (TVöD) Bund und Kommunen zum 31. August 2020 zu kündigen, auch die Tarifkommission der Bildungsgewerkschaft hatte getagt.

Zuvor war ein Sondierungsgespräch zwischen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und den Arbeitgebern am 16. Juni gescheitert. Die Gewerkschaften hatten angeregt, wegen der Corona-Krise jetzt lediglich einen kleinen Abschluss zu vereinbaren und die eigentliche Tarifrunde auf Anfang 2021 zu verschieben. Dazu ist die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) jedoch nicht bereit gewesen.

„Nur wenn es gelingt, die Arbeitgeber gemeinsam unter Druck zu setzen, können wir diese Provokation zurückweisen und faire Lohnsteigerungen erreichen.“ (Daniel Merbitz)

„Statt die Leistungen des öffentlichen Dienstes in der Krise zu honorieren, wollen die Arbeitgeber diese nutzen, um die Gewerkschaften zu einem Lohnverzicht zu zwingen“, sagte Daniel Merbitz, GEW-Vorstandsmitglied für Tarif- und Beamtenpolitik. Er kündigte an, dass jetzt die Forderungen diskutiert würden, mit denen die Gewerkschaften in die Tarifrunde gehen. Zudem werde die GEW neue Strategien und Aktionsformen entwickeln. „Der Gesundheitsschutz der Beteiligten steht bei möglichen Aktionen während der Tarifverhandlungen im Vordergrund“, betonte Merbitz. Wegen der starren Position der VKA stellten sich die Gewerkschaften auf harte Verhandlungen ein. „Nur wenn es gelingt, die Arbeitgeber gemeinsam unter Druck zu setzen, können wir diese Provokation zurückweisen und faire Lohnsteigerungen erreichen“, sagte Merbitz.

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