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Altersteilzeit

Beschäftigte ab Vollendung des 60. Lebensjahres – nach einer vorangegangenen mindestens fünfjährigen Vollzeitbeschäftigung von mindestens 1.080 Kalendertagen in einem versicherungspflichtigen Arbeitsverhältnisses - können gemäß des Tarifvertrages zu flexiblen Arbeitszeitregelungen für ältere Beschäftigte bei den Kommunen (TV FlexAZ VKA) eine Altersteilzeit in Anspruch nehmen.

Der Tarifvertrag beinhaltet einen Rechtsanspruch auf Altersteilzeit im Rahmen einer Quote von Altersteilzeitarbeitsverhältnissen, die der Arbeitgeber zur Verfügung stellen muss (§ 4). Es gibt unterschiedliche Regelungen bezüglich des Entgeltes und der Aufstockungsleistungen in den verschiedenen Varianten der Altersteilzeitmodelle (Blockmodell sowie FALTER-Modell).

Niederschriftserklärung zu § 4 TV FlexAZ:
Die Tarifvertragsparteien sind sich darüber einig, dass in Verwaltungen/Betrieben mit weniger als 40 Beschäftigten kein Anspruch auf Vereinbarung eines Altersteil-zeitarbeitsverhältnisses besteht.“ (Tarifrunde 2018)

Das FALTER-Modell ermöglicht einen schrittweisen Übergang vom Berufsleben in den Ruhestand im Rahmen von Teilzeitarbeit (§ 13). Nach diesem Modell können Beschäftigte auch nach dem Renteneintrittsalter noch am Berufsleben teilnehmen. Die Vergütung richtet sich in diesem Fall nach den tariflichen Entgelten einerseits sowie andererseits aus einer Teilrente der gesetzlichen Rentenversicherung.

Im BLOCKMODELL wird die Arbeitszeit anders organisiert (§ 6 Abs. 3 Buchst. b bzw. § 3 Abs. 2 Buchst. a). Bei diesem Modell beginnt der Beschäftigte mit einer Arbeitsphase, die von einer gleich langen arbeitsfreien Phase abgelöst wird, bevor der Ruhestand beginnt. Der Beginn mit einer arbeitsfreien Phase ist nicht möglich. Die Altersteilzeit muss stets mit einer Arbeitsphase beginnen. Die Vergütung setzt sich aus dem tariflichen Teilzeitentgelt plus einer Aufstockungsleistung des Arbeitgebers von 20% zusammen.

Eine Beantragung der Altersteilzeit muss spätestens drei Monate vor Eintritt in das Altersteilzeitarbeitsverhältnis erfolgen, jedoch frühestens ein Jahr vor der dreimonatigen Frist. Die Beantragung erfolgt in schriftlicher Form.

 

Für alle Texte in diesem Kita ABC gilt, dass wenn tarifliche Bestimmungen berührt sind, der TVöD zugrunde gelegt wird und in Mitbestimmungsfragen das Landespersonalvertretungsgesetz berücksichtigt ist. Für Beschäftigte bei nicht kommunalen Trägern gelten zum Teil andere Rechtswerke, wie Arbeitsvertragsordnungen oder Mitbestimmungsgesetze.

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