GEW Rheinland-Pfalz
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Presseerklärung zur den Öffnungen von KiTa, Schulen und Hochschulen

Pressemitteilung

 

GEW Trier bezieht Stellung zum Lockdown in Kitas, Schulen und Universitä-ten

Die GEW Trier hat ihre Zustimmung zu den Plänen von Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig signalisiert, ab dieser Woche wieder mit dem Präsenzunterricht an den Grundschulen und der Primarstufe der Förderschulen zu beginnen. Für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis 13 wird der Fernunter-richt fortgesetzt. Sie sollen in den Präsenzunterricht zurückkehren, sobald es das Infektionsgeschehen zulässt. Für die Schülerinnen und Schüler, die vor Ab-schlussprüfungen stehen, bestehen die besonderen Regelungen fort; sie kön-nen unter Einhaltung der Abstands- und sonstigen Hygieneregeln in Präsenz unterrichtet werden.

 

01.03.2021 - Claudia Brutscher

Der Trierer GEW-Kreisvorsitzende Dr. Michael Frien fordert in diesem Zusammenhang eine stärkere Entlastung der Lehrkräfte, die unter der momentanen Zusatzbelastung aus Präsenzunterricht und der Erstellung von Online-Angeboten litten. Frien betont, dass „Moodle und BigBlueButton zwar mittlerweile stabil laufen“. Dennoch müsse das Land deutlich mehr Geld als bisher investieren, um die Schulen digital breiter aufstellen zu können. Weiterhin fordert die GEW Trier, dass alle Schulen in ihren Klassenräumen und Lehrerzimmern mit Luftfilteranlagen ausgestattet werden, ein Lüften alleine reicht nicht aus.

Weiterhin begrüßt die GEW Trier, dass sich Lehrkräfte und sonstige an Schulen beschäftigte Mitarbeiter ab sofort anlasslos testen lassen können. Bereits seit Ende Januar konnte sich das Kita-Personal in Rheinland-Pfalz jederzeit freiwillig auf eine Infektion mit dem Corona-Virus testen lassen. „Dieses Angebot einer Testung mittels Antigen-Schnelltest (PoC) hat das Land nun auf Beschäftigte an Schulen ausgeweitet“. Insbesondere vor dem Hintergrund aktuell wieder steigender Infektionszahlen sei dies eine wichtige Maßnahme, erläutert der GEW-Kreisvorsitzende. Die Ankündigung, Lehrkräfte und Beschäftigte in Kitas nach Möglichkeit in der Impfpriorisierung vorzuziehen und ihnen ein Impfangebot zu machen, ist in den Augen der GEW Trier eine gute Entwicklung im Bereich des Arbeits- und Gesundheitsschutzes.

Für den Hochschulbereich macht die GEW Trier darauf aufmerksam, dass sich die Lage der Studierenden seit dem ersten Online-Semester im vergangenen Jahr nicht verändert hat. Daraus müsse sich, so Frien, wie im Sommersemester 2020 eine Verlängerung der Abgabefristen von Seminararbeiten um zwei Monate ergeben. Darüber hinaus sei es dringend erforderlich, die Universitätsbibliothek unter verschärften Hygienemaßnahmen wieder zu öffnen. Möglich sei z.B. nach vorheriger Reservierung durch einen Studenten die Bereitstellung eines Platzes in der Bibliothek, der an diesem Tag nur von dieser Person unter Einhaltung der Maskenpflicht, des Abstandes zu anderen Lernplätzen und den entsprechen Desinfektionsmaßnahmen genutzt werden kann. Ohne das Angebot einer offenen Universitätsibliothek sei es für viele Studierende sehr schwer, die von den Prüfungsordnungen geforderten Leistungen zu erbringen. Nach Ansicht der GEW Trier ist es darüber hinaus erforderlich, dass die Universität Trier zu den bereits bestehenden Präsenzprüfungen Alternativangebote entwickeln und ihren Studierenden anbieten muss. Für viele Studierende stellt sich derzeit aufgrund von langen Anfahrtswegen oder chronischen Erkrankungen die Frage, ob sie zur Präsenzklausur kommen und sich dem Risiko einer Ansteckung stellen sollen. Tun sie das nicht, laufen sie Gefahr, dass sich ihre Studienzeit unweigerlich und unfreiwillig verlängert. „Diese Situation ist unzumutbar, betont die GEW Trier.

Info: Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) ist eine Bildungsgewerkschaft. Mitglieder des GEW-Kreises Trier arbeiten an allgemein- oder berufsbildenden Schulen, in der beruflichen Bildung oder Weiterbildung, in Kindertagesstätten, in anderen sozialpädagogischen Einrichtungen oder an Hochschulen und Universitäten. Der GEW-Kreis Trier umfasst die Stadt Trier und den Landkreis Trier-Saarburg.

 

 

Claudia Brutscher