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JubiläumQuiz zu 100 Jahre Grundschule

Seit wann bekommen Kinder zur Einschulung Schultüten? Und welches Bundesland führte als erstes flächendeckend ab Klasse 1 Fremdsprachenunterricht ein? Zum Jubiläum 100 Jahre Grundschule hat das Deutsche Schulportal ein Quiz veröffentlicht.

09.08.2019

100 Jahre nach der Gründung hat sich die Grund­schule durch Schul­reformen, gesellschaftliche und politische Umbrüche sowie neue pädagogische Ansätze kontinuierlich weiterentwickelt und immer wieder verändert. Im Quiz des Deutschen Schulportals kannst Du testen, wie gut Du Dich mit der Geschichte der Schulform auskennst. Insgesamt sind zehn Fragen zu beantworten. 

Zum Beispiel: Seit wann bekommen Kinder in Deutschland zur Einschulung Schultüten? Welches Bundesland führte 1999 als erstes Bundesland die verlässliche Halbtags­grund­schule flächen­deckend mit garantierten Betreuungs­zeiten von 8 bis 13 Uhr ein? Welches Bundesland führte als erstes flächendeckend ab Klasse 1 Fremdsprachenunterricht ein? In welchen zwei Bundesländern umfasst die Grundschule sechs Jahre? Und in welchem Jahr wurde die erste Integrationsklasse an einer staatlichen deutschen Grundschule eingerichtet?

„Der hohen Verantwortung der Grundschulen stehen eine unzureichende Finanzierung, schlechte Arbeitsbedingungen, eine hohe Unterrichtsverpflichtung und die im Vergleich schlechteste Bezahlung der Lehrkräfte gegenüber.“ (Ilka Hoffmann)

Die GEW sieht derweil noch immer nicht alle mit Einführung der Grundschule verbundenen Ziele erreicht. So forderten viele Reformer damals das gemeinsame Lernen aller Kinder bis zum Ende der Pflichtschulzeit. Von diesem Ziel sei das heutige Schulsystem immer noch weit entfernt, sagt GEW-Vorstandsmitglied Ilka Hoffmann. „Internationale Studien kommen immer wieder zu dem Schluss, dass die frühe Aufteilung der Kinder auf verschiedene Schulen zu sozialen Benachteiligungen führt.“ Die GEW fordert weiterhin eine Schule für alle bis zum Ende der Pflichtschulzeit.

Hoffmann kritisierte auch, dass in der Schulform, in der die Grundlagen für die weitere Bildungslaufbahn gelegt würden, das wenigste Geld pro Kind ausgegeben werde. „Der hohen Verantwortung der Grundschulen stehen eine unzureichende Finanzierung, schlechte Arbeitsbedingungen, eine hohe Unterrichtsverpflichtung und die im Vergleich schlechteste Bezahlung der Lehrkräfte gegenüber.“ Dies habe den Beruf unattraktiv gemacht und mit zum aktuellen Lehrkräftemangel beigetragen. Grundschullehrkräfte müssten genauso bezahlt werden wie ihre Kolleginnen und Kollegen in anderen Schulformen.

„JA13 – weil Grundschullehrerinnen es verdienen“

Die GEW macht sich für dieses Ziel seit Jahren mit der Kampagne JA13 – Weil Grundschullehrerinnen es verdienen stark. Grundschullehrerinnen werden als Beamtinnen nach Besoldungsgruppe A12 bezahlt. ­Damit verdienen sie weniger als ihre Kolleginnen an anderen Schulformen, die meist nach A13 bezahlt werden. In einigen Bundesländern ist „A13 für alle“ mittlerweile beschlossene Sache. In den meisten steht die gleiche Bezahlung für gleichwertige Arbeit aller Lehrkräfte jedoch noch aus.

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