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„Grundschulturnen - Le Parkour“

„Bei Le Parkour ist es das Ziel, möglichst schnell und effizient Hindernisse zu überwinden.

In den letzten Jahren hat es sich gezeigt das „Parkour“ im Schulsport unbedingt Sinn macht.

16.09.2018

Denn mit Parkour trainiert man parallel diverse Aspekte: Selbsteinschätzung, Mut, akrobatische Bewegungen, Kondition, Kooperation und Vertrauen. Gerade tendenziell ängstliche Schülerinnen und Schüler profitieren von Bewegungslandschaften, denn sie alle haben einen hohen Aufforderungscharakter, laden geradezu ein, ausprobiert und von den Kindern auf ihrem individuellen Weg gemeistert zu werden.“
Soweit der Ausschreibungstext der Veranstaltung. 12 KollegInnen trafen sich am 20.08.2018 in der exzellent ausgestatteten Sporthalle der Astrid-Lindgren-Schule in Rengsdorf (vielen Dank an dieser Stelle an die Organisatorin Alicia Bröker und an Schulleiter Herrn Fleischer) um die Grundlagen für eine Unterrichtsreihe im Themenbereich Le Parkour zu legen.
Die Frage, ob man diese Sportart in der Grundschule implementieren kann, war schnell beantwortet. Denn letztendlich ist Le Parkour nichts Anderes als normfreies Turnen. Und die SchülerInnen profitieren massiv von den individuell generierbaren Bewegungslandschaften, denn sie besitzen einen hohen Aufforderungscharakter, laden geradezu ein, ausprobiert und von den Kindern auf ihrem individuellen Weg gemeistert zu werden. Und der individuelle Einstieg ist es, der primär die Neugier weckt. Wenn die Kinder erst - auf einer unterbewussten Ebene- realisieren, dass der Weg das Ziel ist, dann gehen sie hoch motiviert an die klassischen Übungen wie Rolle, Landung und die Mauerüberwindung ran.
Nach einem kurzen kooperativen Einstiegsspiel erfolgte der Einstieg in einen unkompliziert aufgebauten Parkour. Dabei stand die unmittelbare Bewegungserfahrung der LehrgangsteilnehmerInnen im Mittelpunkt. Sie bildete den Kernaspekt des Lehrgangs, mit seinem ständigen Wechsel zwischen Erfahrungs- und der pädagogischen Metaebene. So vermischten sich die eigenen Erfahrungen mit den verschiedenen Aspekten der Differenzierungsmöglichkeiten.
Zwischendurch, quasi zum Durchatmen wurden theoretische aber absolut praxisbezogene Differenzierungsmodelle und -Variation besprochen. Auch fehlte es nicht an bewegtem Material. Es wurde konkretes Videomaterial aus bereits durchgeführten Unterrichtsstunden gezeigt und besprochen. Dabei waren sowohl die Grundschule als auch die Sekundarstufe I vertreten. Obwohl die Fortbildung zentral die Grundschule im Focus hatte, lassen sich die Aufbauten und Übungen ebenso einfach für die Sek I verwenden.
Die Fortbildung wurde aus Sicht der TeilnehmerInnen sehr positiv aufgenommen und es wurde direkt der Wunsch geäußert eine weiter führende Folgeveranstaltung zu realisieren.
Kreisvorstand Neuwied, September 2018

 

 

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