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Tarifrunde 2019Verhandlungsauftakt in Hessen

Seit der vergangenen Woche wird auch in Hessen für mehr Lohn für die die rund 45.000 Beschäftigten des Landes verhandelt. Die Gewerkschaft fordert ebenfalls ein Plus von sechs Prozent, mindestens aber 200 Euro monatlich mehr.

04.02.2019

Parallel zu den Verhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder ist am Freitag in Wiesbaden die erste Tarifrunde für die rund 45.000 Beschäftigten des Landes Hessen gestartet. GEW-Verhandlungsführer Daniel Merbitz bekräftigte die Forderung nach sechs Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 Euro monatlich mehr. „Es ist dringend notwendig, dass das Berufsfeld Schule attraktiver wird. Dazu gehören auch spürbar bessere Einkommen, gerade im Schulbereich“, sagte Merbitz, der den Arbeitsbereich Tarif- und Beamtenpolitik beim GEW-Hauptvorstand leitet, mit Blick auf den akuten Lehrkräftemangel.  

Hessen ist als einziges Bundesland nicht Mitglied des Arbeitgeberverbandes Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL). Die Tarifverhandlungen für die hessischen Landesbeschäftigten werden daher eigenständig geführt.

Die Gewerkschaften verlangten in Wiesbaden auch die Aufnahme der studentischen und wissenschaftlichen Hilfskräfte in den Geltungsbereich des Tarifvertrages. „Für diese vielen Tausend Beschäftigte gibt es in Hessen keine tarifrechtlichen Regelungen und keine einheitlichen Arbeitsbedingungen“, sagte die GEW-Landesvorsitzende Maike Wiedwald. „Die Bezahlung unterscheidet sich von Hochschule zu Hochschule zum Teil eklatant.“

„Seit 2010 weigern sich aber alle CDU-geführten Landesregierungen, die tarifrechtliche Wochenarbeitszeit von 40 Stunden vollständig auch für die Beamtinnen und Beamten umzusetzen.“ (Meike Wiedwald) 

Die Tarifrunde Hessen ist auch für die Beamtinnen und Beamten sowie die Pensionärinnen und Pensionäre  des Landes von Bedeutung. Die Gewerkschaften fordern, ein mögliches Tarifergebnis bei den Einkommen auf diese Gruppe zeit- und wirkungsgleich zu übertragen. Dies strebt auch die schwarz-grüne Landesregierung in ihrem Koalitionsvertrag an. „Seit 2010 weigern sich aber alle CDU-geführten Landesregierungen, die tarifrechtliche Wochenarbeitszeit von 40 Stunden vollständig auch für die Beamtinnen und Beamten umzusetzen“, kritisierte Wiedwald. Hessische Beamtinnen und Beamten müssen bis zur Vollendung des 50. Lebensjahres 41 Stunden in der Woche arbeiten. 

Die zweite Verhandlungsrunde ist am 28. und 29. März 2019 im südhessischen Dietzenbach. Zuvor könnte es Anfang März in Potsdam bei den Tarifverhandlungen der TdL bereits zu einem Ergebnis kommen.
 

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