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Tarifrunde im öffentlichen Dienst der LänderLautstarke Begrüßung der Arbeitgeber in Potsdam

Mit Trommelwirbel haben mehrere hundert Beschäftigte die Arbeitgeber zum Auftakt der dritten Verhandlungsrunde in Potsdam begrüßt. „Ich bin mir sicher, dass die Arbeitgeber jetzt reagieren müssen“, sagte GEW-Verhandlungsführer Daniel Merbitz.

28.02.2019 - jme

Sprechchöre, Trillerpfeifen, Trommeln: Es war ein kraftvoller und lauter Auftakt der Gespräche in Potsdam. Mehrere hundert Beschäftigte aus dem öffentlichen Dienst der Länder, darunter knapp 150 Kolleginnen und Kollegen der GEW aus Berlin und Brandenburg, begrüßten ihre Verhandlungskommission lautstark und pfiffen beim Eintreffen der Arbeitgeber. Die dritte Verhandlungsrunde für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder begann am Donnerstag in Potsdam. Eine aus KollegInnen der GEW bestehende Sambagruppe sorgte zusätzlich für Stimmung bei der Kundgebung.

„Die Streiks wirken, und ich bin mir sicher, dass die Arbeitgeber jetzt reagieren müssen! Eure Kraft und Energie nehme ich mit an den Verhandlungstisch.“ (Daniel Merbitz)

„Zusammen sind wir stark. Mit den Kolleginnen und Kollegen aus der GEW und allen beteiligten Gewerkschaften stehen wir den Arbeitgebern geschlossen gegenüber“, sagte die GEW-Vorsitzende Marlis Tepe. Daniel Merbitz, für Tarif- und Beamtenpolitik verantwortliches Vorstandsmitglied der GEW, sagte: „Knapp 35.000 Kolleginnen und Kollegen der GEW haben allein in Berlin in dieser Tarifauseinandersetzung die Arbeit niedergelegt. Die Streiks wirken, und ich bin mir sicher, dass die Arbeitgeber jetzt reagieren müssen! Eure Kraft und Energie nehme ich mit an den Verhandlungstisch.“


Die Forderungen der angestellten Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher sowie Sozialpädagoginnen und -pädagogen und Hochschulangehörigen liegen lange schon auf dem Tisch: Sechs Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 Euro sowie eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 100 Euro. Zudem fordert die GEW unter anderem die Paralleltabelle für angestellte Lehrkräfte und eine Angleichung der Einkommen im Sozial- und Erziehungsdienst an den Verdienst der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst der Kommunen.
Die dritte und zunächst letzte Tarifrunde ist bis zum Samstag angesetzt. Mit einer schnellen Einigung rechnet niemand, weil die Positionen zum Teil sehr weit auseinanderliegen.

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