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BuchtippDer alltägliche Wahnsinn aus Sicht einer Lehrerin

Gabriele Frydrych schreibt für verschiedene Zeitungen seit rund 15 Jahren Satiren und Glossen über ihre Erfahrungen als Lehrerin einer Berliner Brennpunktschule. Nun liegen ihre gesammelten Texte als Buch vor.

01.02.2019

Montagmorgen, 8 Uhr: Luise aus der 10a gibt ein Attest ab, das sie vom Sport befreit. Valeska möchte so ein „Dings“, damit das „Dings“ (das Jobcenter) die „Dings“ (Klassenfahrtskosten) übernimmt. Max braucht so was auch, er hat sein „Dings“ leider verloren. Diego will seine Schürfwunde vorführen und wickelt schon drohend am Verband – und Lehrerin Gabriele Frydrych versucht, über den Dingen zu stehen und Deutschunterricht zu machen.

Mit viel Humor berichtet sie in „Man soll den Tag nicht vor dem Elternabend loben“, warum der Schulalltag erst richtig irre wird, wenn klagewütige Eltern aufkreuzen und angebliche Experten ihr zu Fingeryoga und Achtsamkeitstraining raten. Zu Wort kommen auch Schulsekretärinnen, Putzkräfte, Mensabetreiber und Erzieherinnen. 

Frydrych arbeitet seit Jahren als Lehrerin an Berliner Brennpunktschulen. Die Einblicke, die sie in den verschiedenen Klassen und Kollegien gewann, hielt sie bisher in ironischen Glossen fest. Nun liegen ihre gesammelten Texte als Buch vor.

Gabriele Frydrych, „Man soll den Tag nicht vor dem Elternabend loben“, Piper, Januar 2019, ISBN 978-3-492-31369-8, 10 Euro.

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