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Herkunftssprachenunterricht Andere Bundesländer nehmen rheinland-pfälzisches Modell als Vorbild

Viele Kinder und Jugendliche sprechen perfekt Deutsch, haben aber Schwierigkeiten in ihrer Muttersprache. Hier setzt der Herkunftssprachenunterricht in den Schulen des Landes an. Zurzeit werden laut einem Bericht des ZDF in Rheinland-Pfalz 14.000 Schülerinnen und Schüler in 17 verschiedenen Muttersprachen in freiwilligem Zusatzunterricht gefördert. Das Land gibt dafür 5 Millionen Euro pro Jahr aus.

25.02.2019

Expert*innen wie Prof. Dr. Anja Wildemann von der Uni Koblenz-Landau sind sich sicher, dass es Kindern und Jugendlichen bei guter Kenntnis ihrer Muttersprache leichter fällt Deutsch zu lernen. Im Herkunftssprachenunterricht lernen die Schüler*innen deshalb systematisch Lesen, Schreiben und Grammatik.

Fast alle Bundesländer – so der ZDF-Bericht Muttersprache im Unterricht vom 22.02.2019  – führen den Herkunftssprachenunterricht mit Lehrkräften durch, die aus den Herkunftsländern gesandt und mitfinanziert werden. Anders dagegen Rheinland-Pfalz, das Lehrkräfte im Herkunftssprachenunterricht selbst beschäftigt und bezahlt. „Wir wollen keinen politischen Unterricht. Die Schülerinnen und Schüler sollen ihre Sprache und ihre Kultur in einem politikfreien Raum lernen,“ erläutert Bildungsministerin Huber das Vorgehen. Andere Bundesländer haben angekündigt das rheinland-pfälzische Modell übernehmen zu wollen.

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