GEW Rheinland-Pfalz
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Weltlehrkräftetag - GEW fordert Verbesserungen für Lehrerinnen und Lehrer!

Klaus Peter Hammer, Vorsitzender der GEW Rheinland-Pfalz, weist anlässlich des Weltlehrkräftetages am 5.10. darauf hin, dass Lehrerinnen und Lehrer ihre anspruchsvollen Aufgaben ohne ausreichende Ressourcen nicht bewältigen können. „Fast 800.000 Lehrerinnen und Lehrer unterrichten an den Schulen in Deutschland, etwa 40.000 in Rheinland-Pfalz. Eine große Zahl von Menschen, die einen Beruf mit besonderer Verantwortung für die Erziehung und Ausbildung unserer Kinder ausüben. Die Arbeit der Lehrerinnen und Lehrer zu würdigen und ihnen zu danken – dies steht im Mittelpunkt des Weltlehkräftertags.“

04.10.2017

In Rheinland-Pfalz gibt es aber einige akute Probleme für Lehrkräfte, auf die die Bildungsgewerkschaft GEW anlässlich des Weltlehrkräftetages hinweisen möchte: „Unsere Lehrerinnen und Lehrer sind über Gebühr strapaziert durch neue Herausforderungen wie beispielsweise die Umsetzung der Inklusion oder den Unterricht mit Geflüchteten.“, so GEW-Vorsitzender Hammer. Diese zu bewältigen, sei ein Herzensanliegen der Lehrkräfte, doch ohne ausreichende und Ressourcen drohte das Scheitern.

„Ein weiteres offensichtliches Problem ist der Lehrkräftemangel, insbesondere an Grundschulen, Förderschulen und an Berufsbildenden Schulen.“, so Hammer weiter. Die derzeitige Situation sei kein kurzfristiges, temporäres Problem. „Die kürzlich veröffentlichte bundesweite Studie ´Demographische Rendite áde` zeigt, dass im Jahr 2030 bundesweit fast 30.000 zusätzliche Klassen und an die 20.000 zusätzliche Lehrkräfte gebraucht werden.“, sagt Hammer.

Die politisch Verantwortlichen im Land als auch im Bund müssten alles daransetzen, den Beruf der Lehrkraft wieder attraktiver zu machen. Klaus-Peter Hammer abschließend: „Wenn wir in Rheinland-Pfalz im Bundesvergleich zu den Schlusslichtern in der Beamtenbesoldung zählen und die Forderung nach A 13 für alle in der Politik nur auf taube Ohren stößt, muss sich niemand wundern, dass eine Abwanderung in andere Bundesländer stattfindet oder hochqualifizierte junge Menschen finanziell weitaus besser dotierte Berufe außerhalb des Öffentlichen Dienstes bevorzugen.“

Die Initiative zur weltweiten Würdigung des Lehrerberufes ging auf einen Beschluss von UNESCO, Internationaler Arbeitsorganisation (ILO) und Bildungsinternationale (EI) zurück. Seit 1994 wird der Weltlehrkräftetag rund um den Globus jährlich am 5. Oktober begangen - im Gedenken an die „Charta zum Status der Lehrerinnen und Lehrer", die 1964 von der UNESCO und der ILO angenommen wurde. Seit damals heißt das Ziel: qualifizierte Lehrerinnen und Lehrer für eine qualifizierte Bildung. 

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