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TVStud-KampagneStudentische Beschäftigte haben Rechte – und sind mehr als bloß „Hilfskräfte“

Im Zuge der bundesweiten Kampagne „Keine Ausnahme! Für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen Studentischer Beschäftigter.“ gründete sich auch in Mainz eine Studierenden-Initiative (TV-Stud Mainz), die sich in Rheinland-Pfalz für studentische Beschäftigte einsetzen will.

07.06.2021

Am 29.04.2021 fand an der Universität Mainz auf Einladung des AStA, der DGB-Hochschulgruppe und der Initiative „TV-Stud Mainz“ eine Online-Veranstaltung zu den Rechten studentischer Beschäftigter statt, in der die Gewerkschaftssekretärin Sina Fabian Interessierte über den arbeitsrechtlichen Hintergrund studentischer Beschäftigung an Hochschulen informierte. Im Vortrag und in der Diskussion wurden Themen wie Arbeitszeit, Urlaubsanspruch oder das Phänomen sogenannter "Minusstunden" besprochen. Für gut zwanzig Interessierte konnten in der Veranstaltung zahlreiche Fragen geklärt werden. Deutlich wurde auch, dass die Arbeitsbedingungen je nach Institut und Professur sehr unterschiedlich beschaffen sind. Gerade bei Themen wie dem Wissenschaftszeitgesetz, der Regelung der Arbeitszeit oder dem aktuell wichtigen Thema „Arbeiten in der Pandemie“ kursieren zahlreiche Irrtürmer unter den studentischen Beschäftigen, die sich oft zu deren Ungunsten auswirken.

„Die vielen Aha-Momente im Rahmen der Veranstaltung freuen mich sehr, andererseits hat sich wieder gezeigt, wie viel Unklarheit beim Thema Arbeitsrecht bei den studentischen Beschäftigten und vermutlich auch bei deren Vorgesetzten herrscht. Für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen stellen Informationsveranstaltungen wie diese einen wichtigen Schritt zur Aufklärung dar. Gerade für eine individuelle Fallberatung und für das Erkämpfen einer Berücksichtigung im Tarifvertrag lohnt sich zudem eine Mitgliedschaft in der GEW.“ ergänzt Vivien Nun, selbst studentische Beschäftigte, Teil des LASS RLP und eine Initiatorin der TV-Stud Mainz Gruppe.

Der Vortrag stellt eine der ersten Aktionen der Gruppe dar und bot neben Informationen zum Arbeitsrecht auch Raum für die Diskussion häufiger Fragen studentischer Beschäftigter. Ferner waren auch lokale Akteur*innen wie der Personalratsvorsitzende Rüdiger Wetzel sowie die Beraterin Carlotta Stahl der arbeitsrechtlichen Anfangsberatung des AStA zu Gast, die auf lokale Beratungsmöglichkeiten aufmerksam machten. Dabei konnten auch die Besonderheiten der Arbeitsbedingungen in Zeiten der Corona-Pandemie thematisiert werden.

Jonas Weik, ebenfalls Teil des LASS RLP und Teil in der DGB Hochschulgruppe der JGU, gibt einen Ausblick: „Bereits vor der Veranstaltung haben wir in der Vernetzung der studentischen Beschäftigten ganz klar gemerkt, dass viele ihre Rechte als Arbeitnehmer*innen gar nicht kennen und nutzen. Von Seiten der GEW und der Hochschulgruppe wollen wir dafür Sorge tragen, dass den studentischen Beschäftigten zukünftig in jedem Semester ein Vortrag zu ihren Rechten angeboten wird.“

Text: Vivien Nun