GEW Rheinland-Pfalz
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Stellungnahme zum Vorwurf des Philologenverbands: angebliche "Falschmeldung" der GEW

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12.05.2017

Im Zuge der anstehenden Personalratswahlen wurde die GEW wiederholt und in alter Manier vom PhV inhaltlich angegriffen. Diese Vorwürfe stehen meist im Zusammenhang damit, dass die GEW als Bildungsgewerkschaft eben alle Schulformen vertritt und nicht ausschließlich die Gymnasien. Die GEW und darin die Fachgruppe Gymnasien und Kollegs steht zu ihrem Profil als Bildungsgewerkschaft im Deutschen Gewerkschaftsbund. Wir sind der Ansicht, dass wir Aufgaben und Probleme im Bildungsbereich mit allen Beteiligten diskutieren und unsere Beschlüsse auf dieser Basis fassen. Dies halten wir für einen Vorteil und stellen uns dieser Herausforderung. Dafür können wir auf der anderen Seite auf die Schlagkraft der Gesamtheit setzen und auch z.B. auf den Einsatz aller im Bildungsbereich Beschäftigten und ihre Streikkraft setzen.

Nun steht jedoch der Vorwurf im Raum, die GEW verbreite „Fake News“. Die GEW weist diesen Vorwurf entschieden zurück und verwahrt sich gegen den polemischen Ton.

Die Veränderung der Ferienordnung war auf Anregung der CDU-Landtagsfraktion schon länger im Gespräch, der Landeselternbeirat (LEB) führte dazu eine Umfrage unter den Eltern im Jahr 2014 durch. Diese ergab, dass von 14 000 beteiligten Eltern ca. 70 Prozent für eine flexiblere Verteilung der „kleinen Ferien“ stimmten. Das Bildungsministerium setzte zu Beginn 2015 ein Anhörungsverfahren in Gang, an dem 42 Interessenvertretungen, Organisationen und Verbände beteiligt wurden. In diesem Zusammenhang schrieb die Rheinpfalz in ihrem Artikel „Atempause oder zusätzlicher Stress?“ vom 17.06.2015: „Auch andere rheinland-pfälzische Lehrerverbände wie der Philologenverband und der Verband Bildung und Erziehung sehen keinen Anlass, an der bisherigen Ferienordnung etwas zu verändern. Eine Rückmeldung im Anhörungsverfahren gab es jedoch nur seitens der GEW.“
Der Vorsitzende der GEW Rheinland-Pfalz, Klaus-Peter Hammer, forderte in diesem Zusammenhang eine Befragung der Lehrkräfte zur Ferienordnung. Die Rheinpfalz schrieb damals: „Abgelehnt wird der Entwurf dagegen von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Damit werde der Ablauf des Schuljahres weiter zerstückelt, Arbeitsverdichtung und Belastung nehme zu. Die Verkürzung der Weihnachtsferien werde zudem dazu führen, dass Lehrer bei der Korrekturarbeit und der Notenerstellung in unnötigen Zeitdruck gerieten. Für die Schüler, die im März ihr Abitur absolvieren sollen, bedeute der Wegfall der Ferien in der ersten Januarwoche eine ‚deutliche Verringerung der Lernzeiten für das Abitur‘.“

Der PhV verweist auf seine ablehnende Stellungnahme im Rundbrief des HPR vom Januar 2016. Zu diesem Zeitpunkt war die politische Entscheidung aber längst gefallen. Und: Der Hauptpersonalrat beim Bildungsministerium ist nicht der Philologenverband!

Unsere Nerven liegen keinesfalls blank vor den Personalratswahlen. Wir werden uns weiter inhaltlich und sachlich mit anderen politischen Positionen auseinandersetzen. In den Personalräten halten wir es für das Beste, gemeinsam zu handeln, um Ihre Interessen wirksam zu vertreten.