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Internationaler BundRote Shirts für bessere Arbeitsbedingungen

Im festgefahrenen Tarifstreit zwischen Gewerkschaften und Internationalem Bund (IB) machen sich die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bereits warm für die nächste Runde im Jahr 2020. Auftakt ist die wöchentliche Aktion „Ich trage Rot, weil ...“.

17.09.2019

Unter dem Motto „Ich trage Rot, weil ...“ machen Beschäftigte des Internationalen Bundes (IB) schon jetzt gut sichtbar auf ihre Forderungen für die anstehende Tarifrunde 2020 aufmerksam. Bereits seit Mai 2019 sind alle Kolleginnen und Kollegen als Teil eines Aktionsplans aufgerufen, jeden Donnerstag in einem roten Shirt, einem roten Hemd, einem roten Halstuch oder einem anderen roten Kleidungsstück zur Arbeit zu kommen. In diesen Outfits können sie sich für die Homepages ihre Gewerkschaften fotografieren lassen und dazu auch ein Statement abgeben. Die Aktion soll den Zusammenhalt der Beschäftigten verdeutlichen. 

Die IB-Beschäftigten wollen nicht weiter abgehängt werden und künftig mindestens 90 Prozent des Tarifvertrages der Länder bekommen. Die Beschäftigten der Länder erkämpften in ihrer jüngsten Tarifrunde ein Gesamtvolumen von acht Prozent mehr, mindestens aber 240 Euro. Diese Lücke zum Entgelttarifvertrag des IB gilt es nun zu schließen. 

Verhandlungen ruhten

In der Vergangenheit gestalteten sich die Tarifverhandlungen zwischen Gewerkschaften und IB sehr schwierig. Im Januar 2019 legte die Arbeitgeberseite einen Vorschlag vor, der deutliche Verschlechterungen gegenüber dem Verhandlungsstand vom September 2018 enthielt. Die Tarifkommissionen von GEW und ver.di beschlossen daraufhin, Anfang Februar, dass ein Rückfall auf einen Verhandlungsstand vor September 2018 nicht akzeptierbar sei, da dieser bereits einen Kompromiss darstellte. Danach ruhten die Tarifverhandlungen. 

Zusätzlich erschwerend ist, dass der IB neben dem e.V. fünf gGmbH hat. Es muss also wohl teilweise konzernweit und teilweise einzeln verhandelt werden. Die IB-Gruppe, einer der größten freien Träger im Weiterbildungs- und Sozialarbeitsbereich, betreibt rund 700 Einrichtungen an 300 Standorten in Deutschland und beschäftigt etwa 12.000 Menschen.

Weitere Impressionen der Aktion „Ich trage rot, weil ...“ gibt es auch auf der Homepage von ver.di. 

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