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Marlis Tepe (3.v.r.) besucht Rheinland-PfalzGEW-Vorsitzende mahnt mehr Geld für Bildung an!

„Gute Bildung gibt es nicht zum Nulltarif“, unterstrich Marlis Tepe, Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), während ihres Besuchs der Nibelungen-Realschule-Plus in Worms. „Wer gute Bildung will, muss dafür die Bedingungen schaffen – und das kostet Geld! Wir dürfen nicht zulassen“, so Tepe, „dass dem Bildungsbereich immer mehr Aufgaben aufgebürdet, die Finanzmittel dabei aber nicht entsprechend erhöht werden.“

29.10.2019

Klaus-Peter Hammer, Vorsitzender der GEW in Rheinland-Pfalz, ergänzte: „Zu den guten Bedingungen gehören genügend gut ausgebildete Pädagoginnen und Pädagogen, aber auch Gebäude und Ausstattungen, die zum Lernen einladen.“ Es nütze den Schulen nichts, wenn sie mit digitalen Medien ausgestattet werden, die Schüler aber frierend in zugigen Klassenräumen sitzen, in denen die Heizungen ausgefallen sind, spitzte Hammer zu.

Tepe und Hammer sind sich einig, dass es ein Umdenken in der Bildungspolitik geben müsse: „Wir erwarten, dass sich der Bund über den Digitalpakt hinaus an der dauerhaften Finanzierung der Bildungseinrichtungen beteiligt.“

Die Nibelungen-Realschule-Plus in Worms sei ein positives Beispiel, wie die Zusammenarbeit aller Verantwortlichen zum Erfolg führen kann. Stand sie noch vor einigen Jahren vor dem Aus, so ist die Schule heute durch die Kooperation von Finanzverantwortlichen, Schulleitung, Lehrkräften und Eltern ein Beispiel dafür, was man gemeinsam erreichen kann. Das Schulgebäude befindet sich in der Sanierung, die Schulgemeinschaft lebt auf. So erhalten die Schülerinnen und Schüler ganz neue Startchancen.

„Es kommt darauf an, etwas verändern zu wollen“, sagte Christian Diehl, Kreisvorsitzender der GEW in Worms. „Wo ein Wille ist, da hat sich auch immer ein Weg aufgetan.“ Daran, so sein Eindruck, fehle es aber an vielen Stellen. Häufig mache er die Erfahrung, dass die Verantwortlichen sich möglichst billig aus der Affäre schleichen wollen. „Für die Schule ist das Gift!“, resümierte der Realschullehrer.

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