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1.ooo Kita-Beschäftigte demonstrieren in Kirchheimbolanden

22.03.2018 - Bernd Huster

Weitaus mehr Erzieherinnen und Erzieher aus den Kitas des Landes als erwartet sind heute einem Warnstreikaufruf der GEW gefolgt. GEW-Vorstandsmitglied Björn Köhler (Foto), der bei den Tarifverhandlungen mit dem Bund und den Kommunen Verhandlungsführer der GEW ist, bezeichnete den rheinland-pfälzischen Warnstreik als "deutliche Warnung an die Arbeitgeber", in den laufenden Verhandlungen endlich ein akzeptables Angebot vorzulegen. Köhler kritisierte die kommunalen Arbeitgeber, die einerseits gute Qualifikationen und hohen Einsatz von ihren Beschäftigten verlangten, andererseits aber nicht bereit wären, die Bezahlung im Öffentlichen Dienst der Entwicklung in der Wirtschaft anzupassen.

Die Streikveranstaltung, die mit Reden und musikalischer Begleitung durch die Gruppe Maigold bei guter Stimmung in der Stadthalle von Kirchheimbolanden begonnen, hatte, bezeichnet Peter Blase-Geiger, Geschäftsführer der GEW, als „vollen Erfolg“. Blase-Geiger wies darauf hin, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus allen Landesteilen nach Kirchheimbolanden gekommen waren und viele Kitas mit Einschränkungen arbeiten mussten bzw. komplett geschlossen blieben.

Ein Demonstrationszug führte von der Stadthalle auf den Römerplatz in der Innenstadt. Neben Björn Köhler vom Bundesvorstand der GEW sprachen Christine Münch, Erzieherin und Personalratsvorsitzende aus Kirchheimbolanden sowie Erni-Schaaf Peitz, Kita-Leiterin aus Wittlich und ehrenamtliche GEW-Funktionärin, zu den Streikenden. Während Münch sich insbesondere mit den hohen Belastungssituationen in der Kita-Arbeit und in der Jugendhilfe auseinandersetzte, wies Schaaf-Peitz auf den Fachkräftemangel in sozialpädagogischen Berufen hin und mahnte dringend eine weiter Aufwertung dieser Berufe an.

Spontan hatten sich auch einige Mitglieder der Gewerkschaft Bauen, Agrar, Umwelt auf der Kundgebung eingefunden und erhielten kräftigen Applaus für die Unterstützung des gemeinsamen Anliegens. Die Tarifverhandlungen werden nach den Osterferien fortgesetzt.

Fotos: Thorsten Kind

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