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GEW diskutiert mit Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig: Lehr-kräftemangel an Grundschulen eklatant

03.11.2017

Die GEW Rheinland-Pfalz hat mit Frau Dr. Hubig die angespannte Personalsituation an den rheinland-pfälzischen Grundschulen erörtert.

In dem Gespräch stellte die GEW die angespannte Situation an den Schulen dar. „Es gibt Schulen“, erläu-terte Klaus-Peter Hammer, Vorsitzender der GEW Rheinland-Pfalz, „an denen 20 % der Klassenlehrerin-nen bzw. Klassenlehrer keine voll ausgebildeten Grundschullehrerinnen bzw. Grundschullehrer sind. Um die Lücken zu schließen, werden an den Grundschulen beispielsweise Kolleginnen bzw. Kollegen mit Gymnasiallehramt oder ohne absolvierten Vorbereitungsdienst bis hin zu Studierenden an den Grund-schulen eingesetzt. Das führt zu Mehrbelastungen und zu einer Herabsetzung der Unterrichtsqualität.“

In diesem Zusammenhang stelle die Abwanderung von Grundschullehrkräften in andere Bundesländer ein großes Problem dar. „Es werden Personen ausgebildet“, so Hammer weiter, „die aufgrund der besse-ren Bezahlung oder des sofortigen Planstellenerhalts abwandern. Es muss dringend über eine Planstel-lenerhöhung nachreguliert werden. Kolleginnen und Kollegen mit einer anderen Lehramtsausbildung müssen zu Grundschul- und auch Förderschullehrkräften weiterqualifiziert werden.“

Die Maßnahmen des Ministeriums, die angespannte Lage zu verbessern, werden von der GEW ausdrück-lich gelobt. „Allerdings“, so Hammer, „befürchte ich, dass die geplanten Maßnahmen zu spät kommen und nicht ausreichen werden.“

Im Anschluss an das Gespräch wurden der Ministerin über 1.000 Unterschriften von Grundschullehrkräften überreicht, mit der sie die Forderung der GEW nach Aufwertung des Berufs der Grundschullehrkraft und damit verbunden einer gerechten Besoldung nach E13/A13 überreicht unterstützen.

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